Rohstoffe & Devisen, Edelmetalle, Gold

Das Rohstoff-Giganten Experteninterview: Heute mit Jörg Mahnert vom Point & Figure Trader

Rohstoff-Giganten: Herr Mahnert auch Sie haben vor unserem Gespräch unsere Gedanken zur Gedanken zur möglichen weiteren Entwicklung des Goldpreises gelesen. Deshalb auch an Sie die Frage, wie realistisch erscheinen diese Ihnen?...


Rohstoff-Giganten: Herr Mahnert auch Sie haben vor unserem Gespräch unsere Gedanken zur Gedanken zur möglichen weiteren Entwicklung des Goldpreises gelesen. Deshalb auch an Sie die Frage, wie realistisch erscheinen diese Ihnen? Können Sie die positive Stimmung der Anleger für Gold auch aus der Sicht der Point&Figure-Charttechnik bestätigen?
Jörg Mahnert: Tja, sagen wir es mal so. Sicherlich kann ich die fundamentalen Gründe wie eine möglicherweise drohende Inflation sehr gut nachvollziehen. Von solchen Szenarien hat der Goldpreis immer profitiert. Und um es ganz klar zu sagen: Ich halte eine Inflation oder gar eine Stagflation aufgrund der gigantischen Geldmengen, die in die Märkte gepumpt wurden und werden, für weitaus wahrscheinlicher als ein Deflationsszenario. Aber für mich ist das Entscheidende: Gold befindet sich in einem klaren Point&Figure-Kaufsignal. In der Point&Figure-Charttechnik können wir das Kursziel eines solchen Signals klar mit einer einfachen Berechnung bestimmen. Beim Gold liegen 3 Kursziele vor, die kurzfristig, mittelfristig und langfristig gelten.
Das kurzfristige Kursziel von 1.370 USD pro Feinunze ist faktisch schon erreicht. Danach stehen 1.440 USD und 1.620 USD pro Feinunze auf der Agenda.
Rohstoff-Giganten: Das sind relativ bescheidene Ziele verglichen mit den 8.000 US Dollar pro Feinunze, die möglich wären, wenn sich Szenarien wiederholen, wie wir sie in den 70er, 80er und 90er Jahren bei extremen Preisanstiegen in einzelnen Anlageklassen gesehen haben.
Jörg Mahnert: Da sehe ich keinerlei Widerspruch, schließlich halte ich persönlich die 8.000 US Dollar auf Sicht von mehreren Jahren für durchaus denkbar. Allerdings spreche ich selbst beim langfristigen Ziel von einem Zeitraum von 6 bis 9 Monaten. Hier sollten wir auf keinen Fall die Zeitebenen verwechseln.
Rohstoff-Giganten: Wenn die Sprache auf die Edelmetalle kommt, reden fast immer alle nur vom Gold. Halten Sie diese einseitige Fixierung der Anleger auf das Gold für berechtigt?
Jörg Mahnert: Als Anleger darf man sich nicht in einzelne Anlagen verlieben, deshalb sehe ich es mit Skepsis, wenn immer nur alle vom Gold reden. Die zuvor genannten Kurszielziele im Gold sind attraktive Ziele, aber es gibt durchaus Rohstoffe, deren Point&Figure-Charts ebenfalls sehr große Chancen bieten.
Rohstoff-Giganten: Wenn Sie das schon anreißen, können Sie uns sicherlich einen besonders interessanten Rohstoff nennen?
Jörg Mahnert: Nehmen wir doch einfach einmal das Palladium. Hier beläuft sich das nächste Kursziel auf 750 US Dollar pro Feinunze. Vom aktuellen Kurs aus berechnet sind das satte +25%.
Rohstoff-Giganten: Welchen Zeithorizont haben Sie für dieses Kursziel?
Jörg Mahnert: Meine Prognose gilt für die nächsten 3 Monate. Ein Anleger sollte sich also nicht nur aufs Gold versteifen. Der richtige Mix an Rohstoffen und Edelmetallen macht den Erfolg aus. Im P&F-Trader bestücken wir deshalb das P&F-Rohstoffdepot immer mit den Rohstoffen, die aktuell die besten Chancen bieten.
Rohstoff-Giganten: Schließe ich richtig aus Ihren Äußerungen, dass Sie die Rohstoffe und Edelmetalle sehr positiv sehen und weitere Kurssteigerungen erwarten?
Jörg Mahnert: Auf jeden Fall. Rohstoffe und Edelmetalle gehören auch aus Point&Figure-Sicht aktuell in jedes Depot.
Rohstoff-Giganten: Herr Mahnert, wir danken Ihnen für das informative Gespräch und hoffen Sie zukünftig als Interviewpartner wieder einmal begrüßen zu dürfen.
Nach dem offiziellen Ende des Interviews, wir waren fast schon dabei uns zu verabschieden, hat mir Jörg Mahnert noch einige andere Rohstoffe benannt, die er außer Gold und Palladium aus Point&Figure Sicht für äußerst attraktiv hält und deshalb in sein Depot aufgenommen hat. Wenn Sie wissen möchten welche das sind, klicken Sie bitte hier.

Ingrid Heinritzi, die Chefredakteurin des Rohstoff-Depots, die Sie gestern bereits im Interview kennengelernt haben, hat mir freundlicherweise einen Gastkommentar zur Verfügung gestellt, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte

Goldener Herbst: Palmöl rast mit + 41,5% in die Gewinnzone. Legen Sie jetzt den nächsten Trade nach!
(Gastbeitrag von Ingrid Heinritzi, Chefredakteurin „Rohstoff-Depot“)

Liebe Rohstoff-Investoren,
die Welt braucht dringend landwirtschaftliche Rohstoffe. Das treibt die Preise erneut auf Rekordhöhen. Mit meiner letzten Empfehlung lag ich genau richtig. Palmöl hat gerade heute die + 41,5% Gewinnschwelle überschritten.
Aber die Palmöl-Rallye wird erst noch richtig losgehen. Wenn die Weihnachtszeit mit dem erhöhten Bedarf an Palmöl noch näher rückt, gibt es den nächsten Preisschub. Die Nahrungsmittel-Giganten wie Nestlé sind schon nervös. Denn der Nachschub nach Palmöl wird durch die schlechte Wetterlage im Haupterzeugerland Malaysia knapp und knapper.
Ein anderes Nahrungsmittel ist in den Fokus unserer Aufmerksamkeit gerückt: Schweinefleisch. Überall auf der Welt zeigen sich Engpässe. Was wird jetzt mit dem Preis passieren. Ich sage es Ihnen...
Fleischpreise werden dramatisch steigen. Ihre Gewinne auch.
„Russland wirbt um bayerische Bauern

 
 
 

Rohstoffe & Devisen, Edelmetalle, Gold

Ingrid Heinritzi: Ein Interview mit der Expertin vom Rohstoff-Depot

Ingrid Heinretzi ist ein Rostoff- Expertin vom Rohstoff-Depot. Hier stellt sie sich den Fragen des Rohstoff-Gigantens.


Rohstoff-Giganten: Frau Heinritzi Sie haben vor unserem Gespräch unsere Gedanken zur Gedanken zur möglichen weiteren Entwicklung des Goldpreises gelesen. Wie realistisch erscheinen diese Ihnen?

Ingrid Heinritzi: Es ist faszinierend. Bei Ihrem Durchschnittspreis über alleSzenarien kommen Sie auf gut 6.200 Dollar je Unze. Ich habe mir die Geldmenge M1, also Bargeld und Spareinlagen, der USA angesehen.

Wollte man diese mit Gold unterlegen, so müsste der Goldpreis auch über 6.000 Dollar sein. An diesen Wert glaube ich jedoch für die nahe Zukunft nicht. Es müsste schon ein Systemzusammenbruch oder Krieg kommen, um bis 2015 Gold auf so einen Wert zu hieven.

Doch ein Wert von 2.500 Dollar je Unze erscheint mir realistisch, wenn die Furcht vor Staatspleiten die Anleger nach einer Zuflucht für ihr hart Erspartes suchen lassen. Natürlich kann ich auch ein Szenario für einen extremen Goldpreis anführen.

Nehmen wir an, China wollte seine Währungsreserven tatsächlich auch stark in Gold diversifizieren und somit den Yuan teilweise mit Gold decken. Dies wäre aufgrund der immensen Summen nur bei einem extrem hohen Goldpreis für die Politiker in Peking interessant.

Dafür müssten sie im Vorfeld den Goldpreis nach oben treiben. Unter 10.000 bis 20.000 Dollar je Unze wäre Gold für Peking wohl nicht im großen Stil kaufenswert.

Rohstoff-Giganten: Wie kann ein Privatanleger am besten von einer Rallye bei den Edelmetallen profitieren?

Ingrid Heinritzi: Im Rohstoff-Depot hatten wir einen Gold-Call aufgenommen, den wir in der vergangenen Woche nach nur acht Wochen Haltezeit mit 51% Gewinn verkauft haben.

Privatanleger sollten dies jedoch nur als Beimischung im Depot ansehen. Ich denke als Grundabsicherung sollte sich jeder ein paar Goldmünzen in verschiedenen Stückelungen zulegen.

Darüber hinaus bin ich ein Fan von Minenaktien. Damit haben Sie einen Hebel auf den Gold- bzw. Silberpreis.

Rohstoff-Giganten: Welche Investments im Rohstoffsektor halten Sie für einen Privatanleger für besonders geeignet?

Ingrid Heinritzi: Wie gesagt, jeder Anleger sollte auf jeden Fall streuen. Zur Absicherung sind Goldmünzen erste Wahl.

Zudem gibt es bereits gute mit physischem Gold hinterlegte Gold- und Silberzertifikate, sogenannte Exchange Traded Commodities. Als Investment neben dieser Absicherung sollten sie vor allem im Kupferbereich sowie Agrarsektor die derzeitigen Chancen wahrnehmen.

Im Agrarsektor sind vor allem Exchange Traded Fonds ein bequemes Mittel für Privatinvestoren. Bei Kupfer sind auch Produzentenaktien sehr aussichtsreich und besitzen teilweise einen starken Hebel.

In unseren Portfolios beim Rohstoff-Depot finden Sie immer die geeigneten Instrumente und Aktien. Der Kurs unserer Empfehlung, Goldmine Olympus Pacific Minerals, stieg zum Beispiel in den vergangenen drei Monaten um mehr als 100%.

Rohstoff-Giganten: Aus welchen Gründen raten Sie Privatanlegern heute zu Rohstoffinvestments?

Ingrid Heinritzi: China, ein boomendes Indien und der Rest der Welt. Das Wachstum in den aufstrebenden Märkten ist faszinierend. Die Nachfrage nach Energieträgern, Industriemetallen und auch Lebensmitteln ist enorm.

Bald können die derzeitigen Produktionsstätten die Nachfrage nicht mehr sättigen. Entweder es kommen neue Produktionsvolumen dazu oder der Nachfragesog wird die Rohstoffpreise in schwindelerregende Höhen treiben.

Einen schnellen Aufbau an neuen Produktionsvolumen sehe ich nicht. Daher bin ich absolut positiv für die Rohstoffe eingestellt.

Rohstoff-Giganten: Wie geht man als Investor beim Aufbau eines Depots mit Rohstoffinvestments am besten vor?

Ingrid Heinritzi: Wie gesagt, die erste Stufe ist die Absicherung. Die zweite Stufe ist die Anlage in verschiedene Rohstoff-ETF´s, ETC´s und fundamental gute und aussichtsreiche Rohstoffunternehmen.

Diesen Bereich decken wir in der Regel mit dem Basis-Depot in unserem Rohstoff-Depot-Service ab. Und als dritte Stufe sollten Sie in unserer Situation einer bevorstehenden Rohstoff-Rallye die Spekulation nicht vergessen.

Hierbei denke ich an Zertifikate sowie größere und kleinere Unternehmen aus den verschiedenen Rohstoff-Bereichen, zudem zeitlich begrenzt Hebelprodukte. Bei der dritten Phase halten Sie sich am besten an unsere Empfehlungen im Rohstoff-Depot.

Dort geben wir auch immer eine Anleitung für Kauf- und Stopp-Limits an und halten Sie über die neuesten Entwicklungen bei Rohstoffen und Unternehmen auf dem Laufenden.

Rohstoff-Giganten: Frau Heinritzi, wir danken Ihnen für das informative Gespräch und hoffen Sie zukünftig als Interviewpartner wieder einmal begrüßen zu dürfen.

So weit das Interview mit Ingrid Heinritzi, dass ich vor einigen Tagen mit ihr in München geführt habe. Morgen lesen Sie an dieser Stelle wie Jörg Mahnert, ein weiterer ausgewiesener Experte aus dem Gevestor Verlag, die weitere Entwicklung beim Gold sieht. Wenn Sie sich Ingrid Heinritzis Empfehlungdienst, das Rohstoff-Depot, nun einmal näher ansehen möchten, dann klicken Sie hier.

 
 
 

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Wiederholt sich die Geschichte könnte Gold leicht auf über 8.000 US Dollar steigen

Ein Goldpreis von 2.600 oder gar 3.600 US Dollar das ist schon deutlich mehr als die gut 1.300 US Dollar, die momentan zu zahlen sind, aber zu den optimistischen Preiszielen von 5.000 US Dollar und höher bleibt immer noch ein...


Ein Goldpreis von 2.600 oder gar 3.600 US Dollar das ist schon deutlich mehr als die gut 1.300 US Dollar, die momentan zu zahlen sind, aber zu den optimistischen Preiszielen von 5.000 US Dollar und höher bleibt immer noch ein großer Abstand.
Wie könnte er geschlossen werden? Zum Beispiel indem die Inflationsrate bis 2015 auf 6% pro Jahr ansteigt. Ausgehend vom aktuellen Niveau müsste der Goldpreis dann auf 10.226 US Dollar steigen. Utopisch? Nun, der Nasdaq war bis 1995 auch schon sehr stark angestiegen, trotzdem zog er zwischen 1995 und 1999 weiter an und zwar um den Faktor 6,66. Sehen wir im Gold eine ähnliche Entwicklung, werden Sie in fünf Jahren einen Goldpreis von 8.658 bezahlen müssen. Steigt das Gold „nur“ so stark wie zwischen 1975 und 1980, wird der Goldpreis in fünf Jahren bei 7.949 US Dollar liegen.
Im Jahr 1980 lag das Dow Jones-Gold-Verhältnis zwischen 1,5 und 1,0. In der Spitze konnte man somit für den Preis einer Feinunze Gold den ganzen Dow Jones kaufen. Gesetzt den Fall, der Dow verbleibt auf dem aktuellen Kursniveau aber das Dow-Gold-Verhältnis geht wieder auf 1,5 bis 1,0 zurück, dann sind Goldpreise um 7.240 US Dollar zu erwarten. Etwas günstiger wird es, sollte das Dow Jones-Gold-Verhältnis auf 2:1 fallen. Auch dieser Wert entspricht einem historischen Vorbild. Er wurde 1930 erreicht. Bezogen auf den heutigen Stand vom Dow Jones müsste Gold heute bei 5.400 US Dollar notieren um im Vergleich zum Dow ähnlich teuer zu sein wie 1930.
Auch ohne Hyperinflation wird der Goldpreis stark steigen
Verliert der US Dollar gegenüber dem Gold 80% seines Wertes, sehen wir einen Goldkurs von 6.500 US Dollar. Nimmt man die Entwicklung des japanischen Nikkei Index zwischen 1985 und 1990 zum Vorbild, so könnte der Goldpreis um weitere 363% auf 4.719 US Dollar steigen.
Bezogen auf die Entwicklung der Geldmenge wäre ein Goldpreis von 4.697 US Dollar im Bereich des Möglichen. Wird der Konsumentenpreisindex herangezogen und bis 2015 eine Inflation von 6% unterstellt, so sind 3.168 US Dollar als Goldpreis zu zahlen. Verharrt die Inflationsrate allein auf dem aktuellen Niveau, sollte der Goldpreis immer noch bis 2015 auf 2.382 US Dollar steigen.
 
Es bedarf somit nicht einmal der Annahme einer Hyperinflation um für den Goldpreis im Jahr 2015 deutlich höhere Kursziele als heute zu prognostizieren. Nimmt man den Mittelwert aus all den zuvor vorgestellten Szenarien so ergibt sich ein Durchschnittspreis von 6.241,64 US Dollar.
Gold somit weiterhin sehr chancenreich
An dieser Stelle möchte ich unser kleines Gedankenexperiment zunächst beenden. Dem einen oder anderen dürfte angesichts der Höhe der Zahlen ohnehin schon schwindelig geworden sein. Gleichzeitig dürfte aber auch deutlich geworden sein, dass nur eine Inflationsrate auf aktuellem Niveau den Goldpreis noch deutlich steigen lassen wird. Wiederholen sich sogar Verhältnisse wie wir sie aus früheren Bullenmärkten kennen, wird uns der heutige Goldpreis in fünf Jahren in der Rückschau als ausgesprochen niedrig erscheinen.
Ein weiter steigender Goldpreis eröffnet uns Investoren lukrative Chancen. Wie man sich als Privatanleger am besten positioniert um attraktive Renditen einzufahren, dazu habe ich in den vergangen Tagen mit verschiedenen Redakteuren und Analysten aus dem Gevestor Verlag gesprochen. Die wichtigsten Auszüge unseres langen Gesprächs werde ich Ihnen morgen und übermorgen an dieser Stelle präsentieren.

 
 
 

Rohstoffe & Devisen, Nachwachsende Rohstoffe, Rohstoffe

Phosphatvorkommen: Weltweite Spekulationen um Ressourcen-Knappheit

Droht der Welt ein zukünftiger Mangel an Phosphat? Eine lebhafte Diskussion unter Experten ist entbrannt.


Derzeit steht ein Rohstoff im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, der ansonsten zumeist ein Schattendasein fristet.

Die Rede ist von Phosphat. Phosphat ist ein wichtiger Grundstoff für die Herstellung von Düngemitteln.

Das starke Anwachsen der Weltbevölkerung in den vergangenen Jahrzehnten rückt die Nahrungsmittelproduktion immer stärker ins öffentliche Bewusstsein.

Pro Tag verhungern weltweit etwa 50.000 Menschen und in vielen Ländern gehen gleichzeitig die landwirtschaftlich nutzbaren Anbauflächen zurück. Der Einsatz von Düngemitteln gewinnt vor diesem Hintergrund zunehmend an Bedeutung.

Seit BHP Billiton ein feindliches Übernahmeangebot in Höhe von 39 Mrd. US Dollar für Potash Corp. abgegeben hat, dominiert der Kalisektor die Schlagzeilen.

Durch die Übernahmeschlacht, die inzwischen auch die Gerichte beschäftigt, geraten neben der Pottasche zwangsläufig auch Stickstoff und Phosphat, die anderen Hauptbestandteile des Kunstdüngers, in den Blickwinkel der Investoren.

So schnell wird der Welt das Phosphat nicht ausgehen

Die Finanzmärkte scheinen die Aufregung zu lieben, auch wenn es manchmal eine Aufregung um nichts ist. Das gilt zumindest für die aktuelle Diskussion um die Reichweite der weltweiten Phosphatvorkommen.

Einzelne Investoren gehen bereits davon aus, dass der Welt ähnlich wie bei anderen Rohstoffen auch beim Phosphat eine gefährliche Knappheit drohen könnte. Die Horrorszenarien, die diesbezüglich an die Wand gemalt werden, haben es in sich.

Ein Leben ohne Kupfer oder Öl, mag für viele Zeitgenossen eine schreckliche Vorstellung sein, doch eine Erde ohne ausreichende Phosphatvorkommen ist eine viel schrecklichere Vorstellung, weil sie mit mehr Hunger und einer höheren Anzahl von Toten einhergehen wird.

Doch die ganze Aufregung scheint nichts anderes als ein Sturm im Wasserglas zu sein, denn die weltweiten Phosphatvorkommen reichen noch für mehrere Jahrhunderte aus.

Das entzieht der aktuellen Spekulation über einen zukünftig drohenden Phosphatmangel den Boden.

Ausreichende Reserven und Ressourcen

Geschätzt werden die aktuellen Phosphatreserven auf 60 Mrd. Tonnen. Ergänzt werden sie durch weitere Reserven in der Größenordnung von 290 Mrd. Tonnen.

Reserven sind zu den aktuellen Preisen wirtschaftlich abbaubar. Bei den Reserven ist die Frage der Wirtschaftlichkeit noch nicht geklärt. Für sie wurde allein die Existenz des Rohstoffs selbst nachgewiesen.

Auch wenn für 290 Mrd. Tonnen Phosphat derzeit noch nicht abgeschätzt werden kann zu welchen Preisen sie am Ende abgebaut werden können, so sichert ihre pure Existenz dennoch den Bedarf der Menschheit für einige Hundert Jahre.

Im schlimmsten Fall werden die Preise stark steigen, eine Hungerkatastrophe aufgrund von Phosphatmangel ist jedoch zunächst nicht zu befürchten.

Diese positive Nachricht wird jedoch dadurch etwas getrübt, dass die Forscher sich über die exakte Höhe der Reserven und Ressourcen nicht ganz einig sind. Das Internationale Zentrum für die Düngemittelentwicklung (IFDC) taxiert die Phosphatreserven und -resourcen deutlich höher als das US Geological Suryey (USGS).

Die Spekulationen um einen Phosphatmangel sind haltlos

In einer von der US Agentur für internationale Entwicklung in Auftrag gegebenen Studie kommt die IFDC zwar zu dem Schluss, dass die Phosphatvorräte insgesamt begrenzt sind.

Anzeichen für ein Fördermaximum ähnlich dem Peak Oil sieht die Organisation jedoch nicht. Zwar sei die Entdeckung neuer Phosphatvorkommen ganz gewiss kein Selbstläufer, doch einen zukünftigen Mangel kann die Organisation nicht erkennen.

Der Schlüssel zu den unterschiedlichen Zahlen des USGC und der  IFDC liegt in der Bewertung der Phosphatvorkommen Marokkos.

Die IFDC schätzt die Phosphatressourcen des nordafrikanischen Staates basierend auf den 1998 veröffentlichen staatlichen Daten auf 51 Mrd. Tonnen, während das USGS die marokkanischen Vorkommen nur auf 5,7 Mrd. Tonnen schätzt.

Anhand der extremen Abweichung der Zahlen wird das Problem der gesamten Branche schnell deutlich. Es fehlen allgemein zugängliche, verlässliche Zahlen. Wie viel Phosphat nun wirklich vorhanden ist, das wissen im Grunde nur die großen Produzenten.

Agrarrohstoffe bleiben trotzdem interessant

Trotz dieser verbleibenden Unsicherheit dürfte die Diskussion um eine der Welt kurzfristig ins Haus stehende Knappheit an Phosphat jedoch bald abebben, denn für einen kurz- oder mittelfristigen Mangel an Phosphat, den die Börse heute bereits in die Preise einarbeiten könnte, fehlen die Indizien. 

 
 
 

Rohstoffe & Devisen, Rohstoffmärkte Themen & Trends, Rohstoffe

Werden die Zeichnungsgewinne für Rohstoffaktien bald in Hongkong eingefahren?

Dass man als Investor mit Neuemissionen viel Geld verdienen kann, das wissen die Anleger spätestens seit dem Neuemissionsboom der späten 90er Jahre; dass Hongkong ein wichtiger Finanzmarkt im asiatischen Raum ist, dürfte auch...


Dass man als Investor mit Neuemissionen viel Geld verdienen kann, das wissen die Anleger spätestens seit dem Neuemissionsboom der späten 90er Jahre; dass Hongkong ein wichtiger Finanzmarkt im asiatischen Raum ist, dürfte auch allgemein bekannt sein. Auch die Verbindung von beiden, von Neuemissionen die in Hongkong kennt man, doch zumeist nur für chinesische Aktien. Relativ unbedeutend ist der Finanzplatz Hongkong jedoch bislang gewesen, wenn es um Neuemissionen im Rohstoffsektor ging. Geld, das in diesem Sektor für die Exploration oder den Aufbau einer neuen Mine benötigt wird, wurde in der Vergangenheit vor allem in Toronto oder in Australien eingeworben.
Das könnte sich in Zukunft ändern, denn in diesem Monat wird erstmals in Hongkong im großen Stil Geld für Rohstoffprojekte eingeworben. Insgesamt 1,3 Mrd. US Dollar frisches Kapital sollen durch Ausgabe neuer Aktien in die Kassen von Winsway Coking Coal und der Mongolian Mining fließen. Beiden gemeinsam ist, dass das Geld für Bergbauprojekte in der Mongolei bestimmt ist.
Mongolei zunehmend im Fokus der Rohstoffinvestoren
In den Fokus der internationalen Rohstoffinvestoren geriet die Mongolei vor allem durch die Beteiligung von Rio Tinto am Oyu Tolgoi Projekt, das von Ivanhoe Mines betrieben wird. Das Oyu Tolgoi Projekt ist weltweit die größte noch unentwickelte Gold-Kupfer-Lagerstätte. Außerdem profitiert die Mongolei vom chinesischen Rohstoffhunger. Kupfer, Gold aber auch Eisenerz, Kohle und Uran werden in der Mongolei gefördert und anschließend zumeist nach China exportiert.
Von der Nähe zum bevorzugten Absatzmarkt profitiert beispielsweise die Mongolian Mining Corporation. Ihre Ukhaa Khudag Mine ist nur etwa 245 Km von der chinesischen Grenze entfernt. In der Mongolei ist Mongolian Mining inzwischen zum größten nationalen Kohleproduzenten aufgestiegen. Exportiert werden vor allem Kokskohle für die Stahlherstellung sowie Kraftwerkskohle.
Vorreiterstellung in Hongkong
In Hongkong übernimmt Mongolian Mining eine Voreiterfunktion, denn das Unternehmen ist der erste in Hongkong gelistete Rohstoffproduzent, dessen Projekte ausschließlich in der Mongolei angesiedelt sind. 719,4 Mio. Aktien sollen zu einem Ausgabepreis zwischen 6,29 und 7,34 Hongkong Dollar ausgegeben werden und 681 Mio. US Dollar einbringen. Gelingt die Kapitalerhöhung, so sind 20% des Aktienkapitals an der Börse in Hongkong gelistet. Begleitet wird der Börsengang von den US Banken JP Morgan und Citigroup.
Bei Winsway Coking Coal hingegen handelt es sich um ein chinesisches Kohle- und Logistikunternehmen. Es sollen unter der Führung der Bank of America, Merrill Lynch, Goldman Sachs und der Deutschen Bank 900 Mio. Aktien zu einem Preis zwischen 3,25 und 4,50 Hongkong Dollar ausgegeben werden. Hauptaktionär bei Winsway ist die auf China fokussierte Beteiligungsgesellschaft Hopu Investments. In China ist Hopu Investments ist einer der führenden Kohlehändler. Die Bedeutung des Unternehmens für die Mongolei erkennen Sie daran, dass 2009 65% aller mongolischen Kokskohleexporte nach China von Hopu Investments abgewickelt wurden.
Analysten erwarten, dass die beiden IPOs das Interesse der Anleger stärker auf die Mongolei richten werden. Ein Ende des Rohstoffbooms ist nicht so schnell zu erwarten, da die chinesische Stahlproduktion mittlerweile die größte weltweit ist. Das sollte die Nachfrage auch bei einem neuerlichen Einbruch des Wirtschaftswachstums hoch halten, denn für die mongolische Kohle spricht die geographische Nähe zu den Stahlwerken. Benötigen diese zukünftig in Abschwüngen weniger Kokskohle bietet es sich mit Blick auf die Transportkosten eher an auf die Importe aus Südafrika zu verzichten. 

Bevor ich mich für heute von Ihnen verabschiede, lesen Sie nun noch einen Gastbeitrag von Ingrid Heinritzi, der Chefredakteurin des Rohstoff-Depots:

Goldener Oktober: Mit Mais +151% Gewinn in 53 Tagen realisiert. Jetzt kommt der nächste Trade
Liebe Anleger,
der Mais ist heiß. Landwirtschaftliche Rohstoffe bieten eine exzellente Chance für schnelle Gewinne – ganz egal was die Aktienmärkte machen. Mit einem Mais-Zertifikat wurde gerade +151% Gewinn in nur 53 Tagen realisiert. Der Run auf Rohstoffe wird sich weiter zuspitzen. Wer jetzt den richtigen Riecher hat, kann sich auf einen goldenen Oktober freuen.
Ihre nächste +100%-Chance läuft ab heute!
In den Fokus der Anleger ist derzeit Palmöl gerückt. Noch ist Palmöl ein günstiges Öl. Mit einem unschlagbaren Doppelnutzen: es ist einerseits ein hervorragendes Substitut für andere Lebensmittel-Öle wie Sonnenblumen- oder Sojaöl.
Andererseits findet es auch Verwendung als Heizstoff zum Betrieb von Blockheizkraftwerken. Und dient zur Herstellung von Biokraftstoffen. Zum Beispiel  kann es herkömmlichem Diesel unproblematisch beigemischt werden. Diese hohe Verwertbarkeit macht diesen Rohstoff besonders wertvoll und gefragt.
Rasante Entwicklung: Spitzenreiter bereits überholt.
Palmöl hat den amtierenden Spitzenreiter Sojaöl bereits als Speiseöl abgelöst. Heute wird 90% der Palmölproduktion für Nahrungsmittel verwendet. Angesichts der zunehmenden Weltbevölkerung steigt der Bedarf kontinuierlich.
Weltweit werden etwa 45 Millionen Tonnen Palmöl verbraucht. China und Indien verbrauchen davon zusammen etwa 30%. Die USA führen zirka 1 Million Tonnen jährlich ein. Und jeden Tag steigt die Nachfrage weiter an…
Essen und tanken – beide Verwendungsmöglichkeiten haben beim Palmöl unlängst erneut für deutliche Kaufsignale gesorgt. Und das ist erst der Anfang: Jetzt profitieren wir von einer Aufwärtsbewegung bis Jahresende. Denn hierfür gibt es einen deutlichen Hinweis…
Klimabedingte Verknappung: Die Preise werden explodieren.
Malaysia und Indonesien produzieren 85% der Weltproduktion. Doch dort steigt die Angst vor Ernteausfällen. Schuld ist das überdurchschnittlich feuchte Wetter. Die großen Nahrungsmittelkonzerne wie Nestlé und Unilever drehen am Rad. Woher nehmen?
Gut für Sie: Denn für Palmöl und andere Ölsaaten wird eine starke Aufwärts-Dynamik erwartet. Jetzt stellt sich nur noch eine Frage: Wie können Sie am besten davon profitieren.
Goldener Oktober: Verdienen Sie an der Doppel-Chance Palmöl.
Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt für einen Einstieg in die Palmöl-Preisentwicklung. Für die optimale Performance habe ich Ihnen einen besonderen  Optionsschein herausgesucht: Schon kleinste Preisbewegungen nach oben füllen Ihr Konto mit Euros.
Nutzen Sie jetzt diesen einmaligen Einstiegszeitpunkt, denn schon bald wird der Palmölpreis Ihnen weggelaufen sein. Schon jetzt, 4 Monate nach meiner ersten Empfehlung  steht unser Schein +28,63% im Gewinn.
Die Dynamik wird jetzt schneller. Je eher Sie einsteigen, desto besser.
Verdienen Sie jetzt überproportional am Palmöl. Holen Sie sich die kostenlosen Orderdaten. Jetzt ist der beste Zeitpunkt. Lesen Sie meine Spezialanalyse und profitieren Sie von den besten Rohstoff-Empfehlungen des Monats – egal wie die Aktienmärkte gerade schwanken.
Viel Erfolg wünscht
Ingrid Heinritzi
Chefredakteurin Rohstoff-Depot
PS: Die Orderdaten zu dieser Empfehlung und Ihre Spezialanalyse erhalten Sie sofort - wenn Sie jetzt das „Rohstoff-Depot“ anfordern!

 

 
 
 

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China: Rohstoffbedarf wächst schneller als Bruttoinlandsprodukt

Zwischen 2000 und 2010 wuchs die chinesische Wirtschaft durchschnittlich um 10 Prozent. Auffällig: der Rohstoffbedarf ist größer als das BIP


In der ersten Dekade dieses Jahrhunderts wuchs die chinesische Wirtschaft mit Wachstumsraten von durchschnittlich 10%.

Nach und nach überholte China große Volkswirtschaften wie Italien, Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Japan. Auch die Frage wann die USA als führende Wirtschaftsmacht abgelöst werden, scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

China: Rohstoffverbrauch wächst schneller als Wirtschaft

Dabei ist auffällig, dass Chinas Rohstoffverbrauch schneller wächst als die Volkswirtschaft insgesamt. Der Energieverbrauch des Landes wuchs beispielsweise viermal so schnell wie das Bruttoinlandsprodukt und belief sich bereits im Jahr 2006 auf 16% des Weltbedarfs; Tendenz weiter steigend.

Auch der Bedarf an anderen Schlüsselrohstoffen wächst stärker als es das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts erwarten lässt. Beim Stahl liegen die Wachstumsraten derzeit bei 16%, beim Aluminium bei 20%. Auch Kupfer liegt mit 13% über dem BIP Wachstum, jedoch nicht ganz so stark wie Nickel, dessen Verbrauch mit 23% deutlich schneller wächst als die Wirtschaft des Landes als Ganze.

WTO Beitritt hat Chinas Wachstum enorm beschleunigt

Inzwischen ist China zum größten Stahlproduzenten aufgestiegen und obwohl die Bedeutung der Leichtindustrie stark gewachsen ist, hat die Schwerindustrie für das Land noch immer einen hohen Stellenwert. Verglichen zu anderen OECD Ländern wuchs die chinesische Wirtschaft seit dem WTO Beitritt stärker.

2008 war die chinesische Industrieproduktion für 28,6% der weltweiten Leistung verantwortlich. Im Jahr 2000, also unmittelbar vor dem WTO Beitritt, hatte der Anteil nur bei 6,7% gelegen.

Angeführt wurde dieser Wandel von der Stahlindustrie, die 2000 in eine Periode rasanten Wachstums eintrat. Während der vergangenen 10 Jahre wuchs die Stahlproduktion jährlich um 18,3%, während der Rest der Welt nur eine jährliche Wachstumsrate von 4,3% verzeichnete.

Heute ist China der mit Abstand größte Stahlproduzent und steht für 50% der weltweiten Stahlerzeugung. Zwar werden 90% dieser gewaltigen Menge für den heimischen Bedarf erzeugt, doch die exportierte Restmenge reicht völlig aus um den Weltstahlmarkt zu dominieren.

Es passt zu diesen Wachstumszahlen, dass China inzwischen die USA und Deutschland als führende Produzenten industriell gefertigter Güter abgelöst hat und zum größten Automobilmarkt aufgestiegen ist.

Chinesischer Rohstoffbedarf als Spiegel der wirtschaftlichen Entwicklung

Besonders in den letzten Jahren hat sich die Entwicklung nochmals beschleunigt. Ablesen lässt sich das unter anderem am enormen Energiebedarf des Landes. Allein zwischen 2006 und 2007 installierte China neue Kraftwerke mit einer Kapazität von 200 Gigawatt.

Diese zusätzliche Leistung ist nur geringfügig kleiner als die gesamte Strommenge, die in Italien und Deutschland erzeugt wird.

Von 1998 bis 2008 hat sich der chinesische Ölverbrauch verdoppelt, der Verbrauch von Nickel und Eisenerz verdreifachte sich während dieser Periode, während sich der Bedarf an Aluminium im gleichen Zeitraum sogar vervierfacht hat.

Es verwundert daher nicht, dass China für zwei Drittel des weltweiten Mehrbedarfs an Stahl und Aluminium steht und auch bei anderen strategischen Metallen wie Kupfer und Nickel fast im Alleingang für die zusätzliche Nachfrage verantwortlich ist.

Den Abschluss unserer kleinen Serie widmen wir morgen der interessanten Frage wie China seinen enormen Rohstoffnachschub sicherstellt. Dazu hat die Regierung in Beijing eine eigene Strategie entwickelt, die ich ihnen morgen vorstellen möchte.

 
 
 

Rohstoffe & Devisen, Edelmetalle, Gold

Peru schwimmt in Gold und Silber

Wenn die Preise für Gold und Silber in New York oder London steigen, reibt man sich in Perus Hauptstadt Lima vergnügt die Hände, denn was die Bodenschätze betrifft ist Peru ein reiches Land; reich an Gold und Silber aber auch...


Wenn die Preise für Gold und Silber in New York oder London steigen, reibt man sich in Perus Hauptstadt Lima vergnügt die Hände, denn was die Bodenschätze betrifft ist Peru ein reiches Land; reich an Gold und Silber aber auch Kupfer, Zink und Öl werden im Andenstaat gefördert. Besonders hervorstechend ist die Silberproduktion, denn mit rund 30% der globalen Förderung ist Peru der weltweit größte Silberproduzent. Perus Silberproduktion liegt damit deutlich über der anderer großer Silberproduzenten wie beispielsweise Mexiko.
Es spricht viel dafür, dass Peru diesen Status noch lange behalten wird, denn die Reserven des Landes sind sehr üppig. Das Bergbau- und Energieministerium beziffert die Silberreserven Perus derzeit auf 120.532,294 Tonnen oder 3,88 Mrd. Unzen. Die Goldreserven werden auf 66,3 Mio. Unzen bzw. 1.968.878,828 Kilogramm geschätzt. Damit verfügt Peru über 4% der weltweit bekannten Goldreserven.
Von diesem Schatz kann das Land noch lange zehren, denn in 2009 wurden in Peru 182.403,00 Kilogramm, das sind 5,7 Mio. Unzen, Gold gefördert. Im Vergleich zu 2008 stieg die Produktion moderat um 1,4% an, wobei der Anstieg vor allem auf die erhöhte Goldproduktion im Norden des Landes zurückgeht. Innerhalb Südamerikas bleibt Peru damit der führende Goldproduzent. Weltweit rangiert der Andenstaat mit diesen Produktionszahlen an sechster Stelle.
Hohe Einkünfte aus dem Bergbausektor
Wie wichtig der Bergbausektor für das Land ist, zeigt ein Blick auf die Exportzahlen. Stolze 42% aller Einkünfte entfallen auf den Bergbausektor, der damit Segen und Fluch zugleich ist. In der aktuellen Lage beschert er dem Land reiche Einkünfte. Allerdings wird sich die extrem hohe Abhängigkeit der Wirtschaft des Landes von diesem einen Sektor schnell als nachteilig erweisen, wenn die Branche in einen Abschwung gerät.
Das kann leicht passieren, denn der Bergbau ist als eine sehr zyklische Branche bekannt und das Land verfügt über sehr große Lagerstätten der stark schwankenden Industriemetalle Kupfer und Zink. Bei den Basismetallen weist Peru derzeit die weltweit zweitgrößten Zink- und die drittgrößten Kupfer- und Zinnreserven aus. Die Kupferreserven des Landes werden aktuell auf 90.814.530 Tonnen geschätzt, die Zinkreserven werden mit 22.257.995 Tonnen veranschlagt. Peru steht damit für 16% der globalen Kupfer- und 11% der  Zinkproduktion. Auf dem vierten Platz rangiert das Land bei den weltweiten Bleireserven.
Exporte legen kräftig zu

Dank der stark gestiegenen Kupferpreise legte der Export auf Jahresbasis um 65% zu. Die Zentralbank bezifferte die Gesamtexporte auf 2,4 Mrd. US Dollar. Innerhalb der Ausfuhren stellten die Kupferexporte mit einem Anstieg um 207% auf 250,5 Mio. US Dollar den größten Einzelblock dar.
Aktivste Regionen war die Provinzen Areguipa und Ancash. Areguipa verschiffte Kupfer im Wert von 150 Mio. US Dollar, Gold für 45,7 Mio. US Dollar, Blei für 18,5 Mio. US Dollar und Fischmehl im Gegenwert von 10,1 Mio. US Dollar. Ancash war im Januar 2010 die Provinz mit den zweithöchsten Exporten. Auch hier wurden vor allem Kupfer, Gold, Zink und Fischmehl verschifft.
Trotz seines unbestrittenen Rohstoffreichtums leidet Peru noch immer unter seinem Südamerika Status. Viele Rohstoffinvestoren betrachten die Tendenzen zur Enteignung und Verstaatlichung in Bolivien und Venezuela mit Sorge. Das färbt natürlich auch auf andere südamerikanische Staaten ab, auch wenn in diesen selbst keine vergleichbaren Tendenzen zu beobachten sind.
Dass im Nachbarland Ecuador ein neues Minengesetz verabschiedet und der Branche während der politischen Beratungszeit faktisch ein fast zweijähriger Stopp aller Aktivitäten verordnet wurde, war auch nicht förderlich die gesamte Region in einem günstigen Licht erscheinen zu lassen. Es wird deshalb vermutlich noch etwas dauern bis Peru unter den Rohstoffinvestoren wieder jene Aufmerksamkeit erhält, die ihm gemessen am Rohstoffreichtum des Landes eigentlich zustehen sollte.

 
 
 

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Kupferbergbau als Chance für die Lausitz

Wäre die DDR vor zwanzig Jahren nicht untergegangen, in der Lausitz würde vermutlich bereits seit den 90er Jahren Kupfer gewonnen. Rohstoffe, die aus dem Ausland eingeführt werden mussten, kosteten Devisen und weil die in der DDR...


Wäre die DDR vor zwanzig Jahren nicht untergegangen, in der Lausitz würde vermutlich bereits seit den 90er Jahren Kupfer gewonnen. Rohstoffe, die aus dem Ausland eingeführt werden mussten, kosteten Devisen und weil die in der DDR immer Mangelware waren, wurden auch die Alternativen im eigenen Land einer kritischen Prüfung unterzogen. Am Ende stand der Plan die Kupferschiefervorkommen der Lausitz ausbeuten zu wollen. Empfindlich gestört wurde er durch die Wende. Nach dem Fall der Mauer waren Devisen nicht mehr das große Problem und zudem waren die Rohstoffpreise zu dieser Zeit noch vergleichsweise niedrig. Das Projekt Kupferbergbau in der Lausitz verschwand schnell wieder in den Schubladen.
Inzwischen sind gut 20 Jahre ins Land gegangen und vieles hat sich verändert. Chinas Aufstieg steht exemplarisch für das Bemühen der asiatischen Staaten wirtschaftlich und technologisch aufzuschließen und den westlichen Lebensstandard zu erreichen. Da der westliche Lebensstil sehr rohstoffintensiv ist, steigen in allen Bereichen die Preise seit die chinesische Wirtschaft wie ein übergroßer Staubsauger Rohstoffe für die laufende Produktion und zum Aufbau eines strategischen Lagers aufzukaufen beginnt.
Höhere Kupferpreise ermöglichen rentablen Abbau
Die gestiegenen Kupferpreise machen nun auch kleinere Projekte, für die sich Anfang der 90er Jahre niemand so recht interessierte, wieder interessant. Neben den gestiegenen Preisen, die einen wirtschaftlichen Abbau des Kupferschiefers in der Lausitz erst ermöglichen, kommt mit dem Stichwort „Versorgungssicherheit“ ein weiterer Aspekt hinzu, den zu Wendezeiten noch niemand auf seinen Radarschirmen hatte. Überall in der Welt sichern sich insbesondere chinesische Einkäufer den Zugriff auf wichtige Rohstofflagerstätten. Lange Zeit sah der Westen tatenlos zu. Die eigene Versorgung schien gesichert, doch inzwischen ist man aufgewacht und auch die deutsche Industrie sieht Handlungsbedarf. Schließlich will man nicht in einigen Jahren die eigenen Werkstore schließen müssen, weil nicht mehr genügend Rohstoffe ins Land kommen, während gleichzeitig in China und Indien fleißig weiterproduziert wird.
Wie stark die Preise für Industriemetalle in den vergangenen Jahren gestiegen sind, das geht zuweilen sogar aus den hiesigen Polizeiberichten hervor. Immer wieder werden Baustellen geplündert oder Bahnkabel entwendet. Vor 20 Jahren hätte sich kein Dieb die Mühe gemacht 1.500 Meter Oberleitungskabel zu stehlen. Heute stehen nach derartigen Aktionen die Züge der Deutschen Bahn am nächsten Morgen zeitweise still. Auf mindestens 50.000 Euro bezifferte die Polizei den unmittelbaren Schaden allein für das entwendete Kabel. Hinzu kommen die Verluste der Bahn und der Wirtschaft durch die Verspätungen am nächsten Morgen.
Vor allem in der zweiten Hälfte dieser Dekade haben die Preise für Industriemetalle stark angezogen. Eine Tonne Kupfer kostete beispielsweise 2004 noch weniger als 4.000 US Dollar, Experten rechnen damit, dass die Preise allein bis Jahresende auf 6.800 US Dollar steigen werden. Hält die positive wirtschaftliche Entwicklung in 2011 an, könnten wir in gut 15 Monaten Preise sehen, die nochmals 1.000 US Dollar höher liegen. Vor diesem Hintergrund werden auch die Kupfervorkommen der Lausitz schnell wieder interessant.
Auch Nebenprodukte sind interessant
Ausbeuten möchte die Lagerstätten das in Panama ansässige Unternehmen Minera S.A. Es hat dazu bereits ein deutsches Tochterunternehmen die „Kupferschiefer Lausitz GmbH“ (KSL) mit Sitz in Spremberg gegründet. Geplant ist ab etwa 2012 in rund 1.400 Metern Tiefe mit dem Abbau von Kupfer zu beginnen. Das zuständige brandenburgische Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe hat die Genehmigung für einen Abbau im Mai diesen Jahres erteilt.
Vorrangiges Ziel des Bergbaus wird das im Boden lagernde Kupfer sein. Probebohrungen der KSL konnten eine Ressource von 215 Mio. Tonnen Kupfererz nachweisen. Als Nebenprodukte beim Abbau werden 89.000 Tonnen Blei, 36.000 Tonnen Zink und etwa 4.500 Tonnen Silber erwartet. Hinzu kommen kleinere Mengen Nickel, Platin, Palladium und Gold sowie die Metalle Germanium, Indium und Gallium. Auch die seltene Erde Neodymium findet sich tief im Boden der Lausitz.
Auf die Alarmrufe der deutschen Industrie hat inzwischen auch die Politik reagiert. Mit dem raschen Aufbau einer deutschen Rohstoffagentur versucht das Bundeswirtschaftsministerium der deutschen Industrie auch in Zukunft den Zugriff auf wichtige Schlüsselrohstoffe zu erhalten. Derweil sieht man in Spremberg den Bergbau als Chance die Region wirtschaftlich zu stärken. Rund 1.000 Arbeitsplätze würde das Bergbauprojekt unmittelbar schaffen, weitere 2.000 werden im Umfeld des Abbaus vermutlich noch einmal hinzukommen. Das sind wichtige Argumente für eine wirtschaftlich eher schwache Region, die gegen Überalterung und die Abwanderung der Jugend kämpft.

 
 
 

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Steigender Energiebedarf in China treibt Rohstoffnachfrage

Eine weitere treibende Kraft hinter dem chinesischen Rohstoffhunger ist die Nachfrage nach Energie, vor allem elektrischer Energie. 2009 betrug Chinas Strombedarf etwa 3,7 Petawatt. Das Land verbrauchte damit an einem einzelnen...


Eine weitere treibende Kraft hinter dem chinesischen Rohstoffhunger ist die Nachfrage nach Energie, vor allem elektrischer Energie. 2009 betrug Chinas Strombedarf etwa 3,7 Petawatt. Das Land verbrauchte damit an einem einzelnen Tag soviel elektrische Energie wie Litauen in einem ganzen Jahr. Der aktuelle Bedarf ist heute bereits dreimal so hoch wie noch vor 10 Jahren. Da 70% des Stroms in Kohlekraftwerken erzeugt werden, benötigt China pro Jahr über 1 Milliarde Tonnen Kraftwerkskohle. Es ist nicht nur die hohe Verschmutzung, die von diesen Kraftwerken ausgeht, die die chinesische Regierung intensiv nach Alternativen suchen und den Ausbau der Kernenergie sowie der regenerativen Energiequellen forcieren lässt.
Im Energiesektor sollen in den nächsten beiden Dekaden weitere 4 Billionen US Dollar investiert werden. China wird dadurch an den USA vorbeiziehen und vom derzeit zweitgrößten zum größten Stromerzeuger weltweit aufsteigen. Schon heute stellt der Transport der Kohle von den eigenen Bergwerken bzw. den Häfen zu den Kraftwerken ein logistisches Problem dar. Es dürfte sich in Zukunft mit dem Bau weiterer Kraftwerke verschärfen, sodass schnell klar wird, dass ein Ausbau der Stromproduktion nur Hand in Hand mit einem Ausbau des Schienennetzes erfolgen kann.
Mittelbar treibt der Ausbau der elektrischen Energie auch die Nachfrage nach Industriemetallen. Die Produktion der Generatoren verschlingt Tonnen von Kupfer, ebenso die innerstädtisch verlegten Kabel, während die großen Überlandleitungen den Aluminiumverbrauch in die Höhe treiben. Derzeit werden allein 16% der chinesischen Aluminiumproduktion aufgewendet um die Hochspannungsleitungen zu errichten.
China als Werkbank der Welt
Im letzten Jahr hat die Volksrepublik Deutschland als größten Exporteur abgelöst. Rund ein Drittel der Rohstoff- und Energienachfrage des Landes geht von der Industrie aus. Beim Stromverbrauch sind die Zahlen sogar noch höher. Hier stammen etwa 70% des Bedarfs aus dem industriellen Sektor. Besonders stark ist in China die verarbeitende Industrie. Aus diesem Sektor kommt die zweitgrößte Nachfrage nach Stahl. Außerdem werden eine Reihe anderer Rohstoffe intensiv nachgefragt.
China produziert heute etwa 15% aller grundlegenden Geräte, gut 11% aller Maschinen und Anlagen, 14% aller Computer und Kommunikationsmittel und rund 19% aller weltweit erzeugten Güter entstehen in Fabriken oder auf Fließbändern in der Volksrepublik. Das meiste wird (noch) nicht für den heimischen Bedarf produziert, sondern in alle Welt exportiert. Der Exportanteil liegt derzeit bei etwa 66%. Ein hoher Anteil der chinesischen Rohstoffnachfrage ist somit nicht allein der Entwicklung im Land geschuldet, sondern viele Rohstoffe, die als Erze ins Land kommen, verlassen es später wieder in Form von Maschinen, Textilien und anderen hochwertigen Konsumprodukten.
Chinas Entwicklung in den vergangenen Jahren war beispiellos. Das atemberaubende Tempo wird in den kommenden Jahren sicher etwas nachlassen, doch die grundlegende Richtung hin zu einem höheren Verbrauch wird noch lange bestehen bleiben. Das sollte die Rohstoffnachfrage und in ihrem Schlepptau die Rohstoffpreise bis auf weiteres hoch halten.

 
 
 

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Australiens Energieversorgung vor Umbruch: In 10 Jahren zum Null-Emissionsland?

Die Herausforderungen des Klimawandels und die Chancen der Neuen Energien beschäftigen auch Australien.


Für die Kleinigkeit von 260 Milliarden Euro könnte sich Australien in den nächsten 10 Jahren zu einem Null-Emissionsland weiterentwickeln. Dieser Betrag wäre nötig um den Ausbau von Wind- und Solarenergie weiter zu fördern. Aktuell sieht die Umweltbilanz in Down Under alles andere als gut aus.

Der Pro-Kopf-Ausstoß von CO2-Emissionen in Australien ist vergleichbar mit jenem der US Bürger. Ob sich daran in der nächsten Dekade etwas ändert, wird vom politischen Willen abhängen.

40% mehr Stromverbrauch bis 2020?

Dass es möglich wäre den CO2 Ausstoß in den nächsten 10 Jahren auf Null zu reduzieren, belegt ein Bericht, der vom Energy Research Institute der Universität Melbourne, der Umweltorganisation Beyond Zero Emissions und dem Ingenieurbüro Sinclair Knight Merz verfasst wurde.

In ihrer Studie haben die Verfasser bereits berücksichtigt, dass sich der australische Stromverbrauch bis 2020 wahrscheinlich um 40% erhöhen wird. Begründet wird dieser Anstieg mit der zu erwartenden Ablösung von Öl und Gas. Verbesserungspotential besteht durch eine Steigerung der Effizienz und dem Ausschöpfen weiterer Möglichkeiten des Energiesparens.

Der Energieverbrauch ließe sich dadurch um 3,5 bis 4,0% pro Jahr reduzieren, sodass sich langfristig ein Einsparpotential von bis zu 50% ergibt.
Dass dazu nicht unbedingt technische Wunderleistungen notwendig sind, zeigt ein Vergleich mit Deutschland. Der Energie-Pro-Kopf-Verbrauch eines Deutschen liegt heute schon um ein Drittel unter jenem der Australier.

In Australien wird anerkannt, dass Deutschland nicht nur einen hohen Lebensstandard erreicht habe, sondern es wird auch gesehen, dass die deutsche Industrie im metallverarbeitenden Gewerbe bei der Herstellung ihrer Produkte einen hohen Standard erreicht hat, der sich auch in einem deutlich geringeren Energieverbrauch und in niedrigeren CO2-Emissionen niederschlägt.

Sonne und Wind als die Hauptenergieträger der Zukunft

Soll die australische Energieversorgung auf erneuerbare Energieträger umgestellt werden, sei laut Studie die Installation von 23 Windparks mit insgesamt 6.500 7,5 Megawatt Windturbinen erforderlich. Zudem wird der Bau von 12 gigantischen Solar-Wärmekraftanlagen mit einer Leistung von jeweils 3.500 Megawatt vorgeschlagen.

Zur Speicherung des Stroms sind Tanks mit geschmolzenem Salz in unmittelbarer Nähe der Anlagen zu errichten. Der Flächenbedarf wird auf 230 Quadratkilometer geschätzt.  

Wird das Konzept umgesetzt, so sollen am Ende 60% der benötigten Stromenergie mittels Photovoltaik und die verbleibenden 40% aus Windenergie gewonnen werden. Eine Ergänzung durch kleinere Solaranlagen, Biomasse und die Nutzung der Wasserkraft ist vorgesehen.

Die zusätzliche Emissionen für die Herstellung und den Bau der Anlagen würden nur etwa 3% betragen, verglichen mit dem aktuellen Zustand, wenn man diesen nicht verändern würde.

Die Autoren der Studie glauben, dass Australien auf Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke mit CO2-Abscheidung (CCS) verzichten könne. Der Nachteil dieser Kraftwerkstypen besteht unter anderem darin, dass sie während ihres Lebenszyklus höhere Emissionen aufweisen und zudem die Bauphase länger ausfällt und damit höhere CO2-Emissionen anfallen.

Hohe Kosten, geringe politische Unterstützung

Die Gesamtkosten einer Umstellung beziffern die Autoren der Studie auf 370 Mrd. Australische Dollar (AUD). 92 Mrd. AUD wären für den Netzausbau notwendig, 175 Mrd. AUD müssten in die Solar-Wärmekraftanlagen investiert werden. Für den Ausbau der Windenergie kalkuliert die Studie einen Aufwand von 72 Mrd. AUD.

Legt man diesen Gesamtaufwand von umgerechnet 260 Mrd. Euro auf das australische Bruttoinlandsprodukt um, so müssten jährlich 26 Mrd. Euro oder rund 3% des BIP für Wandel in der Energiepolitik ausgegeben werden.

Allein von den Stromkunden ist diese Mehrbelastung nicht zu schultern. Die Strompreise würden während der zehnjährigen Umstellungsphase um durchschnittlich 30% steigen. Anschließend würden die Stromkosten jedoch wieder sinken.

Soll das ehrgeizige Projekt umgesetzt werden, so ist also die politische Unterstützung unabdingbar. Ob sie gewährt wird ist zweifelhaft, denn sowohl im australischen Energieministerium als auch bei den Energiekonzernen stießen die Vorschläge der Studie bislang auf wenig Begeisterung.

 
 
 

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Codelco: Kupfer-Nachfrage 2011 steigt weiter

Codelco: Kupfer ist ihr Geschäft. Der weltweit größte Kupferhersteller sieht auch 2011 als Jahr steigender Nachfrage. Erfahen Sie mehr:


Codelco: Kupfer besonders in China begehrt

Ausgesprochen zuversichtlich äußerte sich unlängst das Codelco Management zur Entwicklung der weltweiten Kupfernachfrage in 2011. Insbesondere aus China erwartet Chiles größter Kupferproduzent auch weiterhin eine steigende Kupfernachfrage.

Allein für das Reich der Mitte wird für 2010 eine Steigerung der Kupfernachfrage um 8% erwartet. Für 2011 rechnet Codelco mit ähnlich hohen Wachstumsraten. Weltweit soll die Kupfernachfrage in diesem Jahr um 4% steigen. Hält die positive wirtschaftliche Entwicklung an, so sind weitere Zuwächse in 2011 wahrscheinlich.

Damit wächst der chinesische Kupferbedarf zwar etwas schwächer als die gesamte Wirtschaft des Landes, doch für die Welt ist diese Differenz zwischen der Wirtschaftsentwicklung des Landes und seiner Kupfernachfrage ein Segen, weil anderenfalls die Produzenten nicht mehr in der Lage wären den Mehrbedarf zu decken.

Das zeigt wie wenig elastisch die Kupferproduktion inzwischen geworden ist. Wächst die Weltwirtschaft zu schnell, sind die Produzenten kaum mehr in der Lage den zusätzlichen Bedarf zu decken.

Die in der Vergangenheit sträflich vernachlässigte Exploration neuer Projekte macht sich an dieser Stelle extrem negativ bemerkbar. Wird dies eventuell zum Problem für Codelco? Kupfer-Mangel weltweit?

Kupfernachfrage trotz chinesischer Politik weiterhin stabil

In den aktuellen Bemühungen der chinesischen Regierung die Wirtschaft des Landes etwas abzukühlen um eine Überhitzung zu vermeiden sieht das Codelco Management keine Gefahr für einen massiven Einbruch der chinesischen Kupfernachfrage.

Im Gegenteil: Die eingeleiteten Schritte seien richtig. Trotzdem werde die Nachfrage nach Kupfer in China auch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau verharren.

Codelco förderte in 2009 1,782 Mio. Tonnen Kupfer und steigerte damit die eigene Leistung um 16%. In den vorangegangenen Jahren war die Produktion zumeist rückläufig gewesen. In diesem und in den beiden kommenden Jahren rechnet Codelco mit einer Kupferproduktion auf ähnlich hohem Niveau.

Codelco: Kupfer-Expansion weltweit

Um das eigene Produktionsniveau halten zu können, hatte Coldeco bereits im Frühjahr angekündigt in den nächsten fünf Jahren 3 Mrd. US Dollar in die Weiterentwicklung bestehender und die Exploration neuer Produkte investieren zu wollen. Dahinter steht der Plan die eigene Produktion langfristig auf 2 Mio. Tonnen pro Jahr anzuheben.

Codelco verkauft 90% des gewonnenen Kupfers in Form von Kupferkathoden. Es wird jedoch erwartet, dass der Anteil des als Kupferkonzentrat verkauften Erzes langfristig steigt, wenn die Mina Ministro Helas und die Andina Mine in etwa 7 bis 8 Jahren ihre volle Produktionsleistung erreicht haben.

Bei der geplanten Expansion wird Codelco seinen Fokus auch weiterhin auf Chile legen und lieber neue Projekte im Inland erwerben als in Übersee tätig zu werden.

Noch immer sind chinesische Einkäufer bemüht die aktuell günstigen Preise zu weiteren Ausbau ihrer Lager zu nutzen. Es wird deshalb erwartet, dass der Preis für chilenische Kupferkathoden an der Londoner LME von derzeit 85 US Dollar auf über 100 US Dollar steigen wird.

Potential für steigende Schmelzlöhne ist hingegen derzeit nicht gegeben. Zu hohe Kapazitäten wurden in den vergangenen Jahren aufgebaut. Die Nachfrage der nicht voll ausgelasteten Schmelzen nach Kupferkonzentrat ist weiterhin hoch, ebenso die Konkurrenz der Schmelzen um das vorhandene Konzentrat.

Das drückt die Schmelzlöhne, die in 2011 vermutlich auf dem aktuellen Niveau verharren wird.

 
 
 

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Kräftiger Preissprung am Tantalmarkt

Seit langem wird dem Tantalmarkt eine Knappheit vorhergesagt. Das neue US Gesetz vom 15. Juli 2010 verstärkt diese Knappheit, weil es die Unternehmen dazu zwingt nur noch Tantal aus sauberen Quellen zu verwenden. Schon vor der...


Seit langem wird dem Tantalmarkt eine Knappheit vorhergesagt. Das neue US Gesetz vom 15. Juli 2010 verstärkt diese Knappheit, weil es die Unternehmen dazu zwingt nur noch Tantal aus sauberen Quellen zu verwenden. Schon vor der amerikanischen Gesetzesinitiative, die den Export von Bluttantal aus dem östlichen Kongo verhindern soll, hatte der Markt auf die sich abzeichnende mittelfristige Verknappung von Tantal reagiert.
Der Preis für ein Pfund Tantal legte in den vergangenen Monaten deutlich zu. Im Dezember 2009 zahlte man noch bescheidene 38 US Dollar für ein Pfund Tantal, heute muss mit 80 US Dollar bereits mehr als das doppelte auf den Tisch gelegt werden.
Engpass kurzfristig nicht zu beheben
Kurzfristig beseitigen lassen wird sich der Engpass nicht. Wenn man berücksichtigt, dass in den vergangenen Jahren rund 20% des weltweiten Tantalangebots aus dem Kongo stammten, dann wird schnell deutlich, dass die gewünschte Schließung dieses Vertriebsweges das Angebot an frei verfügbarem Tantal massiv einschränkt und bis auf weiteres einschränken wird. Eine schnelle Lösung ist also nicht in Sicht.
Entspannen könnte sich die Situation erst 2013, wenn größere Neuprojekte wie beispielsweise das in Ägypten gelegene Abu Dabbab Projekt der australischen Gippsland LTD. in Produktion gehen. Die aktuellen Planungen für diese Lagerstätte sehen eine anfängliche Jahresproduktion von 650.000 Pfund Tantal vor.
Die Entwicklung des Abu Dabbab Projekts, das von der KfW Bank finanziert werden soll, ist auch für Deutschland von sehr großer Bedeutung, weil Tantal ein Schlüsselrohstoff für die modern Informationstechnologie ist. Wer als Industrienation auf Tantal keinen Zugriff hat, der fällt technologisch praktisch auf das Niveau des 19. Jahrhunderts zurück.
Versorgungssicherheit gewinnt an Bedeutung
Da China zunehmend den Export von Seltenen Erden und anderen Schlüsselrohstoffen  einschränkt und sich selbst wichtige Lagerstätten insbesondere in Afrika und Südamerika sichert, gewinnt die Frage der Versorgungssicherheit zunehmend an Bedeutung. Werner Hofbauer, der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, äußerte sich kürzlich in einem Interview, das er in Kairo gab, besorgt über den wachsenden Einfluss Chinas in Afrika.
Bislang hat man hier in Deutschland bezüglich der Versorgungssicherheit reichlich blauäugig reagiert und die Frage als wichtiges Zukunftsthema weitgehend ausgeblendet. Doch inzwischen ist ein erstes Aufwachen erkennbar. Ein Prozess des Umdenkens und der Neuorientierung hat begonnen. Diese Entwicklung ist sehr zu begrüßen.
Dass auch das Tantal des Abu Dabbab Projekts nach China gehen wird, ist momentan nicht zu erwarten, denn Gippsland LTD. hat einen Abnahmevertrag über 600.000 Pfund jährlich mit dem deutschen Tantalproduzenten HC Starck geschlossen. Der Kontrakt hat eine Laufzeit von 10 Jahren. In der Vergangenheit stand HC Starck massiv in der Kritik Tantal aus dem Kongo bezogen und damit den dortigen Bürgerkrieg finanziert zu haben. Das Unternehmen bezieht sein Tantal heute aus Australien und verarbeitet zudem bestimmte Zinnschlacken aus Asien. Aus dem Kongo wird kein Tantal bezogen.

 
 
 

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Der kommende Währungsschnitt als Chance zum Neuanfang

Die Protagonisten des bestehenden Geld- und Finanzsystems versuchen sein Ende, das sich bereits deutlich am Horizont abzeichnet, hinauszuzögern. Die meisten wissen, dass das Ende unausweichlich ist, zugegeben wird dies natürlich...


Die Protagonisten des bestehenden Geld- und Finanzsystems versuchen sein Ende, das sich bereits deutlich am Horizont abzeichnet, hinauszuzögern. Die meisten wissen, dass das Ende unausweichlich ist, zugegeben wird dies natürlich nicht, denn das wäre für den kurzfristigen Weiterbestand des Systems kontraproduktiv. Also wird nach Kräften geschummelt, geleugnet und getürkt. Heraus kommen „unausweichliche“ Lösungen und Rettungspakete, die uns zwar als endgültige Lösungen verkauft werden, es aber nicht sind. Nur ist das jetzt noch nicht für alle offensichtlich.
Während die Tage des Untergangs unausweichlich auf uns zukommen, stellen sich zwei Fragen. Die eine betrifft den Privatmann, die zweite die Gesellschaft als Ganze. Der Privatmann muss sich fragen wie er seine Ersparnisse in der Krise schützen und erhalten will, der Gesellschaft stellt sich die Herausforderung sich schon heute intensiv Gedanken über jene Grundparameter zu machen, die unser zukünftiges Geldsystem bestimmen werden.
So wie ein Haus nicht über Nacht konzipiert und errichtet wird, so wird auch ein neues Geld- und Finanzsystem das gescheiterte System nicht über Nacht ersetzen können, es sei denn die entscheidenden Vorarbeiten wurden schon lange vorher in Angriff genommen. Deshalb ist es an der Zeit, dass sich die Gesellschaft schon heute Gedanken über das Geld von morgen macht.
Die Fehler des alten Systems vermeiden
Zu fordern, dass das neue Geld die Fehler des alten vermeiden soll, ist sicher keine unmögliche oder gar unangemessene Forderung und doch einer schwierigsten Schritte schlechthin, denn vielen Menschen ist gar nicht bewusst, was die Fehler des alten Systems sind und welchen großen Schaden sie über die Jahre angerichtet haben.
Diese Einsicht ist auch deshalb so schwierig, weil uns selbst jetzt noch, da der Todeskampf des bestehenden Geldsystems längst begonnen hat, immer noch suggeriert wird, mit einem mehr der alten Fehler könnte die endgültige Heilung des Systems erreicht werden. Hier noch ein bisschen mehr Kredit, dort noch eine Ausweitung der Schulden, dann wird das damit erzeugte Wachstum die Krise schon lösen. Allein, seit 30 Jahren erzählt man uns dieses Märchen, doch erlebt haben wir nicht das Ende aller Krisen, sondern eine Aneinanderreihung derselben und ein Anwachsen der Schulden auf niemals zuvor gekannte Niveaus.
Neue Gedanken zulassen und weiterentwickeln
Eindrucksvoll können wir in diesen Tagen die Ratlosigkeit der Eliten verfolgen. Noch vor gut zwei Jahren galten kreditfinanzierte Konjunkturprogramme als das Heilmittel schlechthin. In 2010 wird – oh welch schöner Erkenntnisfortschritt – die massive Schuldenausweitung als das Hauptübel erkannt und seitdem hartnäckig bekämpft. Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich.
Aber Spaß beiseite: Was halten Sie von einem Kreisbrandmeister, der erst Brandbeschleuniger ins Feuer wirft und anschließend, wenn die Flammen höher lodern als zuvor, von seinen Männern einen größeren Einsatz und die Verlegung weiterer Wasserschläuche verlangt?
Das Bild, das Politik und Notenbanken in diesen Tagen abgeben, gleicht jenem Zerrbild eines verantwortungsvollen Kreisbrandmeisters, weil sie mit ihrer unverantwortlichen Ausweitung der Geldmengen den Grundstein für die schleichende Zerstörung des Eigentums gelegt haben. Weil und solange einzelne oder Teile der Gesellschaft Geld aus dem Nichts erschaffen und damit Eigentum erwerben können, werden Investitionen zwangsläufig in die falsche Richtung gelenkt ohne frühzeitig korrigiert zu werden. Am Ende stehen ein extremer Schuldenberg und der politische Anreiz ihn durch Hyperinflation zu entwerten.
Vom Zwang zur Freiheit
Solange das aus dem Nichts geschöpfte Geld als gesetzliches Zahlungsmittel von allen akzeptiert werden muss, besteht für die Menschen keine echte Wahlfreiheit. Dass sie dennoch nach Aus- und Fluchtwegen suchen, zeigt die Renaissance, der Edelmetalle Gold und Silber seit 2001. Geht diese Fluchtbewegung unvermindert weiter und erfasst sie immer größere Teile der Gesellschaft, so wird über kurz oder lang der Übergang zu einem neuen Geld erforderlich, dass als freies Geld gestaltet werden sollte; ein Geld das den Bürgern nicht von oben aufgezwungen wird, sondern ein Geld, das sie sich aus freien Stücken wählen, weil es ehrlich und dauerhaft konzipiert ist.
Der Übergang zu diesem neuen Geldsystem wird sicher problematisch werden und er wird für viele sicher mit einer herben Enttäuschung verbunden sein, weil mit dem Übergang für alle deutlich werden wird, wie weit die Entwertung unseres Geldes schon fortgeschritten ist.

 
 
 

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Nukleartechnologie in Kasachstan: Das schwierige sowjetische Erbe

Taikonur veranschaulicht sehr schön den Wandel, der vergangenen Jahre und Jahrzehnte. Zu sowjetischen Zeiten waren russische Geologen die einzigen Bewohner. Nach dem Zerfall der Sowjet Union verwaiste die Stadt zunächst, doch...


Taikonur veranschaulicht sehr schön den Wandel, der vergangenen Jahre und Jahrzehnte. Zu sowjetischen Zeiten waren russische Geologen die einzigen Bewohner. Nach dem Zerfall der Sowjet Union verwaiste die Stadt zunächst, doch inzwischen wächst die Bevölkerung wieder. Es sind insbesondere die Kasachen selbst, die in die Stadt ziehen, denn hier gibt es gut bezahlte Arbeitsplätze.
Allein die Inkai Mine beschäftigt 500 Mitarbeiter, die durchschnittlich 1.200 US Dollar pro Monat verdienen, für kasachische Verhältnisse ein kleines Vermögen, denn eine Vergütung dieser Höhe übersteigt den Landesdurchschnitt um mehr als das Doppelte. Insgesamt sechs Minen in der Region buhlen um die besten Arbeitskräfte und locken mit entsprechend hohen Vergütungen. Darunter auch die South Inkai Mine von Uranium One, die der kanadische Uranproduzent als Joint Venture zusammen mit Kazatomprom betreibt.
In der Inkai Mine wird das Uran wie in den meisten kasachischen Minen mit dem sogenannten In-Situ-Verfahren gewonnen. Bei diesem Verfahren werden in der Steppe keine Schächte und Tunnel errichtet, sondern Bohrungen niedergebracht in die später eine saure Lösung eingeleitet wird. Die Lösung dringt in das Erz ein und „wäscht“ das Uran heraus. Dank dieses modernen Verfahrens können die Gefahren des Untertagebergbaus für die Bergleute ebenso vermieden werden wie die hohen Kosten die den Unternehmen für die Renaturierung aufgegebener Minen und Tagebaue entstehen.
Ausländische Technologie gefragt
Viele ausländische Unternehmen möchten gerne in der Region tätig werden und von ihrem Rohstoffreichtum profitieren. Doch die Kasachen haben längst durchblicken lassen: Reine Portfolioinvestitionen wird es nicht mehr geben. Wer heute noch zum Zuge kommen will, der muss wesentlich mehr bieten als Geld und die Entwicklung einer Lagerstätte. Gesucht werden Co-Investoren, die moderne Technologien in die Partnerschaft einbringen und es den Kasachen langfristig ermöglichen die eigene Position innerhalb des Uranbrennstoffzirkels zu verbessern.
Ziel ist es innerhalb der Wertschöpfungskette weitere Bereiche selbst abzudecken. Kazatomprom erwarb zu diesem Zweck einen Anteil von 10% am US amerikanischen Reaktorhersteller Westinghouse. Kasachstan will den gesamten Prozess der Uranbrennelementeherstellung bis 2020 beherrschen. Das ehrgeizige Ziel beinhaltet auch den Bau eines Reaktors am Kaspischen Meer. Ein weiterer Meilenstein wird die Errichtung einer Anlage zur Umwandlung des in Inkai produzierten Yellowcake in Gas sein, ein Schritt, der der Anreicherung von Uran unmittelbar vorausgeht. Eine Durchführbarkeitsstudie für das Projekt wollen Cameco und Kazatomprom noch in diesem Jahr abschließen.
Ein klares Bekenntnis zu Uran und Kernenergie
Über größere Uranreserven als Kasachstan verfügt nur noch Australien. Doch während sich die Menschen in Down Under mit diesem naturgegebenen Standortvorteil schwer tun und eine Art „Hassliebe“ zum Uran entwickelt haben, setzen die Kasachen eindeutig auf die positiven Aspekte des Rohstoffs Uran und sehen in ihm eine strategische Chance sich selbst und ihr Land weiterzuentwickeln.
Ausländische Hilfe ist dabei notwendig, doch wird diese anders als in in anderen Ländern nur in soweit in Anspruch genommen als sie die eigenen Wachstums- und Weiterentwicklungsabsichten stützt. Damit wird sichergestellt, dass Rohstoffe nicht nur ausgebeutet werden, sondern vor allem der langfristigen Entwicklung eines Landes dienen.

 
 
 

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Mongolische Aktien: Der Kapitalmarkt öffnet sich

Chinesische Aktien zu kaufen ist ganz alltäglich, vor 20 Jahren noch war das undenkbar. Mongolischen Aktien könnte es ebenso ergehen.


Chinesische Aktien zu kaufen, das ist heute ein ganz normaler Vorgang. Doch vor 20 Jahren hatten derartige Käufe noch den Charakter eines exotischen Investments. Mongolischen Aktien könnten in den nächsten 20 Jahren eine ähnlich Entwicklung durchlaufen.

Doch anders als in China wo vor allem Industriebetriebe zunächst den Sprung auf das Börsenparkett wagten, dürften in der Mongolei Rohstoffunternehmen die Vorreiterrolle übernehmen.

Aktuell Aufmerksamkeit erringt der Plan der Regierung in Ulan Bator nationale und internationale Aktien der Oyu Tolgoi Mine auszugeben. Die Oyu Tolgoi Lagerstätte stellt das weltweit größte noch unentwickelte Kupfer-Gold-Projekt dar. Die Regierungspläne zielen darauf ab, die Aktien der Oyu Tolgoi Mine sowohl an der nationalen Börse in Ulan Bator als auch an internationalen Handelsplätzen listen zu lassen.

Dabei kann sich die Regierung sicher sein genügend Aufmerksamkeit von Seiten der Investoren zu erfahren, denn sei sie im vergangenen Herbst mit Ivanhoe Mines und Rio Tinto den Vertrag zur Entwicklung des Oyu Tolgoi Projekts, dessen Wert auf rund 3 Mrd. US Dollar geschätzt wird, unterzeichnet hat, ist ihr die internationale Aufmerksamkeit sicher.

Das Oyu Tolgoi Projekt hat Signalcharakter

Schon kurz nach der Vertragsunterzeichnung gaben sich in den Ministerien von Ulan Bator die Vertreter von Rohstoffunternehmen, Investmentbanken und Börsen die Klinke in die Hand. Sie alle wollen ihren Teil dazu beitragen, dass sich der Kapitalmarkt der Mongolei entwickelt und sie alle wittern natürlich auch lukrative Verdienstmöglichkeiten.

Die Investmentbanken und Börsengesellschaften, darunter die Börsen in Hongkong, London und die Nasdaq, möchten den noch immer staatlich geführten Handel der Börse in Ulan Bator in einen privatwirtschaftlich geführten Handel transformieren.Den Bergbauunternehmen geht es um die reichen Bodenschätze im Land, denn neben Kupfer und Gold verfügt die Mongolei auch über große Uran und Kohlevorkommen, die auf ihre Erschließung warten.

Hierbei stand in den letzten Wochen und Monaten vor allem die Vergabe der Tavan Tolgoi Kohlelagerstätte im Vordergrund, deren Wert auf etwa 2 Mrd. US Dollar geschätzt wird. Das Projekt wurde jedoch zunächst aus dem Auktionsverfahren herausgenommen.

Unterschiedliche Interessen müssen aufeinander abgestimmt werden

Bislang sind die Bemühungen die mongolische Wirtschaft zu modernisieren und an das Niveau der restlichen Welt heranzuführen nur zäh vorangekommen. Auch jetzt zeichnet sich ein gewisser Interessenkonflikt ab. Während der Regierung die Entwicklung der Leichtindustrie ein besonderes Anliegen ist, haben es viele ausländische Investoren allein auf die Rohstoffe des Landes abgesehen. An einem Aufbau von Arbeitsplätzen im Land auch in anderen Sektoren ist ihnen eher weniger gelegen.

Man wird sich wohl irgendwo in der Mitte treffen müssen, denn die Mongolei wird ihre Rohstoffe nicht ohne Gegenleistung abgeben wollen und die Regierung in Ulan Bator weiß nur zu gut, dass sie ohne ausländische Kapitalinvestitionen den Rohstoffreichtum des Landes nicht heben kann und dass ohne die Gelder aus den Rohstoffverkäufen die Weiterentwicklung der anderen Industriezweige noch viel langsamer verlaufen wird.

 
 
 

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