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Neues Goldkaufmodell für indische Farmer

Neues Goldkaufmodell für indische Farmer

In Indien wird in den ländlichen Regionen mit Hilfe des World Gold Councils (WGC) derzeit ein neues Modell für den Goldkauf etabliert. Dieses Modell möchte ich Ihnen heute vorstellen.


Neues Goldkaufmodell für indische Farmer

Gold hat in Indien traditionell einen besonders hohen Stellenwert. Das gilt ganz besonders für die ländliche Bevölkerung. Ersparnisse werden nicht den Banken anvertraut, sondern in Gold getauscht und für die Zukunft vorgehalten. Für Indiens Landbevölkerung ist Gold damit kein Anlage- oder gar Spekulationsobjekt, sondern primär ein klassischer Wertspeicher. Ob viel oder wenig Gold gekauft wurde, hing in der Vergangenheit vor allem vom Ernteerfolg ab.

Während in den vergangenen Jahren schwächere Ernteerträge immer wieder die Nachfrage nach Gold drückten, sind die Einnahmen der Farmer in diesem Jahr hoch. Das spüren beispielsweise die Goldhändler in den Distrikten Jalgaon und Dhule. Sie liegen Norden Indiens im bewässerten Maharashtra Baumwollgürtel.

Täglich treffen hier die Farmer ein und dank der guten Ernte sind ihre Taschen reichlich gefüllt mit Geld. Dieses wird jedoch, wie die Händler aktuell berichten,  lieber für den Kauf von Gold und Silber als für den Erwerb von landwirtschaftlichen Maschinen und Ausrüstungsgütern ausgegeben.

Gekauft wird das Gold vor allem in kleineren Mengen und Stückelungen. An dieser Stelle setzt ein neues Modell ein, das auf Initiative des World Gold Councils (WGC) den Goldabsatz in Indiens ländlichen Regionen stimulieren soll. Das Modell ist angelehnt an einen Sparplan, basiert aber nicht auf dem Kauf von Aktien oder Fondsanteilen, sondern Gold.

Ein Investmentsparplan auf Goldbasis

Der Farmer selbst bestimmt welchen Betrag er regelmäßig in Gold anlegen möchte. Durch die Einführung dieses systematischen, regelmäßigen Kaufs werden zwei Ziele angestrebt.

Auf der Ebene des individuellen Sparers ergibt sich durch die Verpflichtung zur Kontinuität beim Goldkauf die Möglichkeit über die Zeit größere Ersparnisse bzw. kleine Vermögen aufzubauen. Der Goldhandel profitiert, weil das Modell die Schwankungen beim Goldverkauf zwar nicht eliminieren, wohl aber reduzieren kann.

Neu ist auch die Art und Weise in der das Gold gekauft werden soll. Bislang ist es in Indien üblich Gold und Silber in Form von Schmuck zu kaufen. Der Sparplan sieht jedoch den Erwerb von Barren und Münzen vor. Mit diesem Schritt nähert sich der Edelmetallhandel in Indien den internationalen Standards weiter an und gleichzeitig erwirbt der einzelne Farmer sein Gold und Silber in einer Form, die beim Wiederverkauf viel leichter einzuwerten ist als Schmuck.

Der Schlüssel zum Erfolg des Modells ist jedoch die regelmäßige Form des Sparens. Wer immer wieder kontinuierlich Geld auf die Seite legt, häuft über die Zeit hinweg einen größeren Betrag an als jener, der nur sporadisch und in unregelmäßigen Abständen spart.

Diese Beobachtung gilt besonders für Familien mit geringeren und mittleren Einkommen und sie ist keineswegs auf Indien beschränkt. Nicht ohne Grund sind auch in Deutschland die Modelle zur privaten Vorsorge im Alter als regelmäßige Sparpläne konzipiert.

Individueller Sparplan mit vielen Freiheiten

Welchen Betrag der Farmer jeden Monat in Gold anlegen will und zu welchem Zeitpunkt er das Edelmetall kauft, bestimmt er selbst. In diesem Punkt sind die neuen indischen Goldsparpläne somit flexibler als die Sparpläne wie wir sie aus Europa kennen.

Die Initiatoren des Plans hoffen, dass er durch die weite Verbreitung von Gold als Anlagegut in den ländlichen Regionen Indiens leichter angenommen wird als beispielsweise ein Investmentsparplan, der auf Aktien oder anderen Kapitalanlagen basiert.

Das World Gold Council unterstützt die Aktion, weil es als Lobbyverband der Minenindustrie den Absatz von Gold als Anlagegut weiter steigern möchte. Entscheidend für den Erfolg der Aktion ist auch das Vertriebsnetz, denn damit die indischen Farmer den Gedanken des Sparplans auch in großer Zahl aufgreifen, muss es für sie einfach sein ihre regelmäßigen Einzahlungen vorzunehmen.

Im Vorfeld hat das World Gold Council deshalb ein Vertriebsnetz aufgebaut, das sich aus rund 600 Postämtern und kleineren Finanzinstituten zusammensetzt. Das Modell macht in Indien bereits Schule, denn mehrere Wertpapierhandelshäuser in Mumbai diskutieren derzeit mit Investmentfonds, Postämtern und Mikro-Finanzinstituten ähnliche Regelungen wie sie für den Gold Kauf vom WGC vereinbart wurden.

Gelingt es dem World Gold Council das neue Sparplanmodell dauerhaft zu etablieren, sollte dies den Goldabsatz in den ländlichen Regionen Indiens stabilisieren und auf längere Sicht durch die regelmäßigen Sparraten sogar verstärken. Damit würde die indische Goldnachfrage in Zukunft einen neuen Schub bekommen und auch etwas weniger stark vom Wetter und den Erträgen der Farmer abhängen.

 
 
 

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Übernahmeschlachten: Wenn Jäger selbst zu Übernahmezielen werden

Exinox feindliches Übernahmeangebot für Lundin Mining

Heute möchte ich Sie auf ein Unternehmen aus dem Kupfersektor aufmerksam machen, das schon bald vom Jäger zu Gejagten werden könnte.


Übernahmeschlachten: Wenn Jäger selbst zu Übernahmezielen werden

Die Kosten zur Errichtung einer neuen Mine sind hoch. Außerdem ist viel Zeit erforderlich bis all die notwendigen Genehmigungen beisammen und die schwierige Frage der Finanzierung geklärt ist. Wer diese Geduld selber nicht aufbringt, der muss tief in die Tasche greifen und eines jener Unternehmen aufkaufen, die erfolgreich den Sprung vom Entwickler zum Produzenten geschafft haben.

Natürlich geben die Aktionäre des zu übernehmenden Unternehmens ihre Aktien nur dann ab, wenn ihnen ein angemessener Preis, sprich ein deutlicher Aufpreis auf den aktuellen Börsenkurs geboten wird.

Übernahmen sind somit ein schneller Weg um zu wachsen, aber ebenso auch ein teurer Weg. Gleichzeitig besteht das Risiko, dass das übernehmende Unternehmen im Laufe der Zeit selbst so groß und attraktiv wird, dass es die Aufmerksamkeit der ganz Großen der Branche erregt.

Exinox feindliches Übernahmeangebot für Lundin Mining

Wer selbst bei seinen Methoden nicht zimperlich ist und auch vor einer feindlichen Übernahme nicht zurückschreckt, der braucht sich nicht zu beklagen, wenn andere die gleiche Strategie gegen das eigene Unternehmen anwenden.

In dieser Verlegenheit könnte bald die kanadische Equinox Minerals Ltd. kommen. Sie unterbreitete Ende Februar ungefragt den Aktionären des Konkurrenten Lundin Mining Corp. ein milliardenschweres Übernahmeangebot.

Insgesamt 4,8 Mrd. kanadische Dollar (CAD), rund 3,56 Mrd. Euro, in bar und in eigenen Aktien bietet Equinox den Aktionären der Lundin Mining. Das Angebot lag 26% über dem Kurs vom Vortag und bewertet eine Lundin Mining Aktie mit 8,10 CAD. Den Lundin Aktionären wird sogar ein Wahlrecht zwischen einer Barzahlung oder der Einbuchung von 1,2903 Equinox Aktien plus 0,01 CAD in bar geboten.

Gelingt die Übernahme würde Equinox Minerals seine Marktposition im Kupferbergbau deutlich verbessern und seine Kupferproduktion bis 2016 signifikant steigern können. Das Problem ist nur: Das Angebot war nicht gewünscht, denn das Management von Lundin Mining hat erst im Januar einer gleichberechtigten Fusion mit der Inmet Mining Corp. zugestimmt.

Um die Lundin Aktionäre doch noch umzustimmen, verweist Equinox jetzt darauf, dass das eigene Angebot wesentlich günstiger sei als die vor wenigen Wochen beschlossene Fusion unter Gleichen.

Lundin Management und Börse reagieren zurückhaltend

Noch ist nicht klar wie die Geschichte am Ende ausgehen wird. Das Lundin Management hat die eigenen Aktionäre aufgefordert zunächst nichts zu tun, das Equinox Angebot aber bereits als „minderwertig“ gegenüber der geplanten Fusion mit Imnet Mining bezeichnet. Damit dürfte die Tendenz der abschließenden Stellungnahme wohl schon mehr als deutlich zum Ausdruck gekommen sein. 

Auch die Börse hegt Zweifel an Equinox geplanter Übernahmestrategie. Zwar sind die Lundin Aktien in der Zwischenzeit um 19% gestiegen, aber sie notieren noch immer deutlich unterhalb des von Equinox gebotenen Preises von 8,10 CAD. Mit einer Übernahmeschlacht rechnet die Börse somit nicht. Betrachtet man alleine die Kurse, dann ist sogar fraglich, ob Imnet Mining in der Lage sein wird das Equinox Angebot nochmals zu toppen.

Auch dem Equinoxkurs ist das feindliche Übernahmeangebot bislang nicht gut bekommen. Er fiel um 8% zurück, nachdem Analysten Zweifel angemeldet hatten, ob die geplante Übernahme Equinox Einkünfte bereits im ersten Jahr erhöhen werde.

Kritisch betrachten die Analysten auch das Rohstoffportfolio, das sich Equinox zusammengekauft hat bzw. im Begriff ist zu kaufen. Mit Lundins 24% Anteil am Tenke Projekt im Kongo würde Equinox seine afrikanischen Besitzungen deutlich erweitern. Doch insgesamt gelten die Projekte nicht als 1. Wahl.

Wird Equinox jetzt selbst zu einem Übernahmeziel?

Zwar werden Equinox Kupferprojekte insgesamt als gut und langlebig eingestuft, doch ob sie den Ansprüchen eines der großen der Branche genügen werden, ist fraglich. Wer nur an Größe interessiert ist und schnell wachsen möchte, für den mag die in den vergangen Jahren stark expandierte Equinox nun selber ein geeignetes Übernahmeziel darstellen.

Doch viele Analysten bezweifeln, dass sich BHP oder Rio Tinto ernsthaft für Equinox interessieren werden, weil die Gesellschaft über keine Tier 1 Projekte verfügt.

Die brasilianische Vale und die in der Schweiz beheimatete Xstrata kämen als potentielle Käufer noch in Betracht. Wobei ein Engagement von Vale bei Equinox eher unwahrscheinlich ist, da sich die Brasilianer auf Eisenerz und Kohle spezialisiert haben.

Auch die Namen von Antofagasta und die russische Norilsk Nickel werden genannt und keineswegs auszuschließen ist die Möglichkeit, dass China seinen langfristigen Kupferbedarf abdeckt indem eines seiner Unternehmen bei Equinox einsteigt.

Fehlende Reserven und Ressourcen sind mit einer Übernahme am schnellsten zu ersetzen und da sich mehr oder weniger alle Kupferproduzenten mit dem Problem schwindender Reserven konfrontiert sehen, mutiert der fleißige Aufkäufer Equinox in diesen Tagen gerade vom Jäger zum Beutetier.

Ob die Equinox Aktie zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Investment ist, das Sie tätigen sollten oder welche anderen Gesellschaften im Kupferbereich besser aufgestellt sind, das erfahren Sie im Rohstoff-Depot meiner Kollegin Ingrid Heinritzi. Nähere Informationen zu ihrer aktuellen Kupferstrategie erhalten Sie hier.

 
 
 

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Silberminen fahren immer höhrere Gewinne ein

Silberminen fahren hohe Gewinne ein

Heute wirft GeVestor einen Blick auf die Silberminen, denn diese fahren immer höhre Gewinne ein.


In diesen Tagen legen viele Rohstoffunternehmen ihre aktuellen Zahlen vor. Das bietet uns die Gelegenheit einen genaueren Blick auf einen der großen Silberminen der Branche zu werfen: die mexikanische Fresnillo AG.

Silberminen fahren hohe Gewinne ein

Das Jahr 2010 war für viele Silberproduzenten eines der besten ihrer Unternehmensgeschichte. In diesen Tagen legen die Produzenten nach und nach ihre Zahlen vor und diese fallen zumeist sehr gut aus.

Ein Beispiel für den aktuellen Trend zu höheren Gewinnen ist der mexikanische Silberproduzent Fresnillo. Anfang des Monats konnte CEO Jamie Lomelin das beste Ergebnis der Firmengeschichte verkünden.

Bei Fresnillo passt derzeit alles: Die Produktion konnte um weitere 5% ausgeweitet werden. Das hört sich im ersten Moment nicht gerade spektakulär an.

Man muss in diesem Zusammenhang jedoch berücksichtigen, dass Fresnillo nicht irgendeine kleine Mine am Beginn ihrer Produktion ist, sondern zu den Topadressen der Branche gehört und das Jahr 2010 mit einem Rekord von 38,6 Mio. Unzen Silber abgeschlossen hat.

Dieser Wert soll im laufenden Jahr nochmals auf 44 Mio. Unzen Silber gesteigert werden.

Die Goldproduktion des Konzerns wuchs ebenfalls um 8% und erreichte den neuen Rekord von 368.995 Unzen. Sehr lange Bestand haben soll dieser Rekord nicht, denn für 2011 wird eine Erhöhung der Goldproduktion auf 400.000 Unzen erwartet.

Bis 2018 möchte der Konzern seine Produktionsleistung auf 65 Mio. Unzen Silber und mehr als 400.000 Unzen Gold steigern.

Straffes Kostenmanagement und hoher Silberpreis erhöhen den Gewinn

Das verbesserte Konzernergebnis ist nicht allein der ausgeweiteten Produktion zu verdanken. Zu ihm beigetragen haben ebenso ein straffes Kostenmanagement und der im Jahr 2010 deutlich gestiegene Silberpreis.

Insgesamt weist Fresnillo für 2010 einen Profit von 665,0 Mio. US Dollar aus. Pro Aktie wurden somit 92 Cent Gewinn erwirtschaftet.

Gegenüber dem Vorjahr mit einem Gewinn von 322 Mio. US Dollar bzw. 45 Cent je Aktie konnte das Ergebnis somit um 106,5% gesteigert werden.

Fresnillo wird in diesem Jahr rund 800 Mio. US Dollar in den weiteren Ausbau seiner Projekte investieren. Die Masse des Geldes wird für das organische Wachstum der eigenen Minen und nicht für Übernahmen und Akquisitionen eingesetzt werden.

CEO Jamie Lomelin sagte zur Wachstumsstrategie seines Unternehmens, er sei überzeugt, dass die fortgesetzte Konzentration auf gesteigerter Produktivität in Verbindung mit einer straffen Kostenkontrolle und dem Ausbau der eigenen Reserven- und Ressourcenbasis den Aktionären und Mitarbeitern langfristig diene und den Wert  des Unternehmens substantiell steigere.

Er erwartet allerdings, dass die Märkte auch im laufenden Jahr sehr volatil bleiben werden, weil die Unsicherheit über die wirtschaftliche Erholung fortbestehen werde.

Silberminen: Verstärkte Exploration erweitert Reserven

Erneut hat Fresnillo im vergangenen Jahr die Ausgaben für die Exploration neuer Lagerstätten erhöht. Gegenüber 2009 wuchsen die Explorationsausgaben um 67% auf 8,21 Mio. US Dollar.

Im laufenden Jahr sollen die Explorationsausgaben nochmals um 151% auf 251,4 Mio. US Dollar erhöht werden. Die Reserven in der Kategorie „proven and probable“ konnten um 18% auf 442 Mio. Unzen ausgeweitet werden.

Bei den Goldreserven der gleichen Kategorie ergab sich ein Anstieg um 6% auf 4,5 Mio. Unzen. Die gesamten Silberressourcen konnten um 14% auf 1,5 Mrd. Unzen gesteigert werden, während sich die Gesamtzahl des in allen Kategorien nachgewiesenen Goldes um 44% auf 20,1 Mio. Unzen erhöhte.

Im Plan liegen die Arbeiten zur Expansion der Cienega Silber- und Goldmine in der Provinz Durango und die Genehmigungsverfahren für das südwestlich der Fresnillo Mine gelegene Minera Saucito Silber-Gold-Projekt.

Ein Produktionsbeginn in der ersten Hälfte des Jahres wird von Fresnillo angepeilt, während der Aufbau der Mine auf dem Noche Buena Goldprojekt im zweiten Halbjahr gestartet werden soll.

Die vergrößerte Kapazität der Cienega Silber- und Goldmine wird die Goldproduktion der Mine in diesem Jahr auf etwa 110.000 Unzen steigen lassen. Für das Saucito Projekt erwartet das Management eine Produktion von 4,7 Mio. Unzen Silber und 22.500 Unzen Gold im ersten Jahr der Produktion.

Langfristig soll die Produktion bis 2013 auf mehr als 9 Mio. Unzen Silber und 45.000 Unzen Gold gesteigert werden.https://rohstoffe.gevestor.de/index.php?id=19195

 
 
 

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Goldproduzenten: Australien ist Nummer zwei, gleich nach China

Goldproduzenten: Australien die No 2.

Goldproduzenten: Australien, die USA und China sind die weltgrößten Goldproduzenten. Wie wird es weitergehen?


Goldproduzenten: Australien bleibt Nummer zwei

Hinter China, seit 2007 Nummer eins, ist bei den weltweit größten Goldproduzenten Australien erneut die Nummer zwei.

In den Minen in Down Under wurden im vergangenen Jahr 266 Tonnen Gold gefördert. Gegenüber der Produktion des Vorjahres war dies ein Anstieg um 17% oder 38 Tonnen.

Trotz des beeindruckenden Anstiegs der Goldproduktion um 17% konnte Australien den Abstand zur führenden Fördernation China nicht wesentlich verringern, denn auch der Ausstoß der chinesischen Minen erhöhte sich im vergangenen Jahr, sodass Chinas Goldproduktion im Jahr 2010 auf 341 Tonnen anwuchs. Mit einem Anstieg von rund 10% wuchs Chinas Goldproduktion somit etwas schwächer als die australische.

Die Goldminen in Australien profitieren jedoch nur eingeschränkt von der höheren Produktion und vom aktuell recht hohen Goldpreis. Der Grund für diese Entwicklung ist die Stärke des australischen und die Schwäche des amerikanischen Dollars.

In australischen Dollar gemessen liegt der Goldpreis gegenwärtig bei rund 1.386 AUD und damit rund 160 AUD je Unze unter dem Höchstpreis von 1.547 AUD. Er wurde im Februar 2009 erreicht.

In US Dollar gerechnet notierte der Goldpreis damals nur bei 989 US Dollar, allerdings war der Wechselkurs für die Australier viel günstiger als heute. Vor zwei Jahren notierte der AUD bei 0,64 US Dollar, heute steht er bei 1,01 US Dollar.

Goldproduzenten: Australien kann Förderrate von 2003

Die aktuelle australische Goldförderung lag im Jahr 2010 mit 266 Tonnen zwar deutlich über jener des Vorjahres, im langjährigen Vergleich wurde jedoch nur das Produktionsniveau des Jahres 2003 wieder erreicht. Weltweit sind die Produktionszahlen seit 2001 allgemein tendenziell rückläufig.

In den letzten beiden Jahren waren jedoch Produktionsanstiege zu verzeichnen. Sie sind auf die verstärkten Programme zur Exploration neuer Lagerstätten und zur Ausweitung bestehender Bergwerke zurückzuführen, die eingesetzt haben, nachdem die Preise für Gold, Silber und andere Edelmetalle sich Anfang des Jahrzehnts von ihren Tiefs gelöst hatten.

Auf Platz 3 in der weltweiten Produktionsstatistik für Gold folgen inzwischen die USA. Das australische Researchhaus Surbiton Associates in Melbourne schätzt den Ausstoß der US-amerikanischen Minen auf rund 240 Tonnen Gold.

Das über lange Jahre die Produktionsstatistik anführenden Südafrika ist inzwischen auf den vierten Platz zurückgefallen. Die Goldproduktion am Kap geht schon seit Jahren zurück und liegt nur noch bei 200 Tonnen pro Jahr.

Es wird immer schwerer der Erde neues Gold abzuringen. Das zeigt ein Vergleich der aktuellen Goldproduktion mit den Produktionszahlen vor 40 Jahren. In den „goldenen“ 70er Jahren dominierte Südafrika mit einer Produktionsleistung von mehr als 1.000 Tonnen pro Jahr klar den Goldmarkt.

Heute kommen die drei weltweit führenden Goldproduzenten China, Australien und die USA zusammen gerade mal auf eine Goldproduktion von 847 Tonnen.

Das einfache Gold ist bereits gefördert

Die Gründe für diese Entwicklung sind nicht allein in Südafrika zu suchen. Am Kap muss immer tiefer und damit immer aufwendiger nach Gold gegraben werden. Damit erhöhen sich die Kosten während gleichzeitig die Goldgehalte der Erzschichten zurückgehen. Politische Gründe haben die Situation weiter verschärft.

Nachdem der ANC nach dem Ende der Apartheid in Südafrika die Macht übernommen hat, haben seine politische Entscheidungen (Black empowerment) und  Missmanagement die Produktion der Minen immer weiter absinken lassen.

Es fehlen den Bergbauunternehmen am Kap heute vielfach die Motivation und die technischen Voraussetzungen (ausreichende und vor allem stabile Elektrizitätsversorgung) um innerhalb Südafrikas verstärkt nach Gold und anderen Edelmetallen zu suchen.

Aber auch in anderen Teilen der Welt wird die Goldproduktion immer schwieriger. Die Gründe für diese Entwicklung sind zumeist geologischer Natur: Das einfach zu findende Gold wurde bereits abgebaut.

Das Gold, das jetzt noch in der Erdkruste vorhanden ist, ist schwerer zu finden und nur mit deutlich mehr Aufwand abbaubar. Auch das ist ein Grund, warum der Goldpreis nicht mehr auf das niedrige Niveau früherer Jahre zurückfallen kann, denn er würde dann unter den Produktionskosten vieler Minen liegen.

 
 
 

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Chinas Weizenernte durch Dürre bedroht: Die Preise steigen

Dürre in China gefährdet Weizenernte

Wir wenden uns heute den Weizenanbaugebieten in Nordchina zu. Eine ungewöhnlich lange Trockenheit bedroht die Ernte dieses Jahres und könnte


Dürre in China gefährdet Weizenernte

Im Norden Chinas ist es trocken, seit Wochen und teilweise Monaten hat es nicht mehr geregnet oder geschneit. Die Landschaft ist ausgedorrt und nun geht die Angst um, denn dem auf die Felder ausgebrachten Winterweizen fehlt die Feuchtigkeit.

Wenn sich die Situation nicht bald entspannt, droht eine Dürrekatastrophe. Inzwischen sind nicht nur die chinesischen Behörden, sondern auch die Welternährungsorganisation FAO alarmiert.

Betroffen sind die Provinzen im Norden Chinas. Sie sind wichtige Anbaugebiete für Weizen. Am härtesten betroffen sind die fünf Provinzen Shandong, Jiangsu, Henan, Hebei und Shanxi.

Zusammen wird hier in normalen Erntejahren rund zwei Drittel der gesamten chinesischen Weizenproduktion eingebracht. Durch die anhaltende Trockenheit ist die Weizenernte im Sommer akut gefährdet.

In Chinas Ministerien wird schon seit Wochen von der Gefahr einer Missernte gesprochen. In der Provinz Shandong im chinesischen Kernland fielen seit vergangenen September lediglich 12 Millimeter Niederschlag pro Quadratmeter.

Alternativ Wasser aus den Flüssen zu entnehmen und damit die Felder zu bewässern ist auch nicht möglich, denn der Gelbe Fluss, der in Shandong ins Meer mündet, führt momentan ebenfalls verhältnismäßig wenig Wasser.

Massiver Anstieg der Weizenpreise

Sollten bis Ende Februar keine ergiebigen Niederschläge gefallen sein, droht die schlimmste Dürre seit zweihundert Jahren. Sie wird das in China ohnehin im Steigen begriffene Niveau der Lebensmittelpreise weiter steigen lassen. Die Dürre trifft China somit zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt.

Um die Preissteigerungen bei den Lebensmittelpreisen zu dämpfen, werden in China die Preise für eine Reihe wichtiger Nahrungsmittel inzwischen reguliert. Außerdem gibt die Regierung Lagerbestände an den Markt ab, um den Preisauftrieb zu bremsen. Zur Eindämmung der Inflation wurden auch die Leitzinsen mehrfach erhöht, letztmalig am 8. Februar.

Der Bericht der Welternährungsorganisation FAO benennt den Wassermangel als Hauptgrund für die massiven Preisaufschläge für Weizenmehl im Einzelhandel.

Allein in den vergangenen zwei Monaten sind die Preise um 8% gestiegen und im Januar 2011 kostete ein Kilo Weizenmehl gut 16% mehr als zwölf Monate zuvor. Schon in ihren früheren Berichten hatte die FAO der Regierung in Beijing dazu geraten, zur Eindämmung der Inflation kurzfristig Maßnahmen zu ergreifen.

China muss Weizen importieren ...

Weltweit stellen sich die Weizenproduzenten nun auf eine verstärkte Weizennachfrage aus China ein. Wegen des schlechten Wetters in Australien ist das Angebot jedoch begrenzt. Hinzu kommt der Exportstopp für Weizen, den die russische Regierung für die Dauer von sechs Monaten verfügt hat.

Er ist eine Folge der großflächigen Brandkatastrophe in Russland im Sommer des vergangenen Jahres. Eine verstärkte Nachfrage aus China trifft am Weltmarkt auf dieses negative Umfeld. Die Weizenpreise sollten vor diesem Hintergrund eher hoch bleiben.

Zwar rechnet die in New York ansässige Beratungsfirma Commodore Research & Consultancy damit, dass China auch weiterhin der weltweit größte Weizenproduzent sein wird, doch für das laufende Jahr haben sich die Ernteaussichten durch die anhaltende Dürre massiv verschlechtert.

Chinas Kornkammer liegt im Norden des Landes und ist damit von der anhaltenden Trockenheit massiv betroffen. Außerdem könnte eine dünne Schneedecke die Ursache dafür sein, dass die Weizensaat verspätet aufkeimt.

... und die eigenen Lagerbestände angreifen

Offizielle chinesische Quellen sprechen davon, dass in den fünf Provinzen 5,16 Millionen von insgesamt 14 Millionen Hektar von der Dürre betroffen sind. Bereits jetzt leiden 2,57 Millionen Menschen und 2,79 Mio. Stück Vieh unter einem Mangel an Trinkwasser.

Hält die Trockenheit im Frühjahr an oder behindern ungewöhnlich niedrige Temperaturen im Februar und März das Aufkeimen der Saat, könnte sich die Situation weiter zuspitzen.

Eine direkte Hungersnot ist in China nicht zu befürchten, denn die chinesische Regierung hält einen umfangreichen Weizenvorrat vor.

Ende 2010 soll er sich nach Angaben von Ma Wenfeng von der Orient Agribusiness Consultant Ltd. aus Beijing, einem Unternehmen, das Entwicklungen auf dem chinesischen Getreidemarkt aufmerksam verfolgt, auf mindestens 53 Millionen Tonnen belaufen haben.

Zwar hat die chinesische Regierung schon im vergangenen Jahr große Mengen ihres Weizenvorrats abgegeben um die Preisanstiege abzufedern, aber noch immer werden genügend große Vorräte vorgehalten, sodass es auch bei einer extrem schwachen Ernte nicht zu ernsthaften Versorgungsengpässen kommen sollte.

Wenn Sie von den steigenden Weizen- und Futtermittelpreisen profitieren möchten, empfehle ich Ihnen das Rohstoff-Depot meiner Kollegin Ingrid Heinritzi.

Erst vor wenigen Tagen wurde ein Investment im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe wieder mit einem hohen Gewinn von 75% abgeschlossen und schon bald könnte es eine neue Empfehlung geben. Nähere Informationen zum Rohstoff-Depot finden Sie hier.

 
 
 

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Urbanisierung ab 19. Jahrhundert: Kampf um Rohstoffe

Mit Rohstoffen von der weltweiten Urbanisierung profitieren

Die Urbanisierung wird immer weiter voranschreiten. Erfahren Sie, mit welchen Rohstoffen Sie von der Entwicklung profitieren können.


In den aufstrebenden Ländern Asiens und Südamerikas wird derzeit eine Entwicklung nachgeholt, die in Europa und den USA, genannt Urbanisierung, schon im frühen 19. Jahrhundert einsetzte:

Die zunehmende Verstädterung.

Wir haben es beim Phänomen der zunehmenden Urbanisierung nicht mit einem kurzfristigen Modetrend zu tun, denn die Entwicklung hält bereits seit über 200 Jahren an.

Anfang des 19. Jahrhunderts lebten nur rund 2% der Weltbevölkerung in den Städten. Die Masse lebte von der Landwirtschaft und die Siedlungsformen waren eher dörflich geprägt.

Bis 1950 erhöhte sich der Anteil der in den Städten lebenden Menschen bereits auf 30%. Heute lebt weltweit rund die Hälfte der Menschheit in Städten. In den entwickelten Ländern ist der Anteil deutlich höher.

Mit Rohstoffen von der weltweiten Urbanisierung profitieren. 

Der Trend wird auch in den kommenden Jahren anhalten und vor allem in Asien und Südamerika seine Spuren hinterlassen. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2030 weitere 1,5 Milliarden Menschen in die Städte ziehen werden.

Die Vorreiter werden Indien und China sein.

China stellt etwa ein Fünftel der Weltbevölkerung, in Indien leben weitere 1,2 Milliarden Menschen.

Entwicklungen, die sich in diesen beiden Ländern vollziehen, werden damit weitreichende Auswirkungen nach sich ziehen.

Indiens Wirtschaft wuchs in 2010 im 3. Quartal um 8,9%, Chinas Wirtschaft expandierte im 4. Quartal 2010 sogar um 9,8%. Zurzeit lebt nur rund ein Drittel der indischen Bevölkerung in den Städten.

Die Städter erwirtschaften jedoch Zweidrittel des indischen Sozialprodukts und generieren 90% der staatlichen Steuereinnahmen.

Ein ähnliches Bild ergibt sich in China.

Auch in China liegt die Wirtschaftsleistung eines Städters deutlich über jener der Landbevölkerung. Das verfügbare Einkommen eines Städters lag 2010 bei durchschnittlich 17.175 Yuan, die deutlich ärmere Bevölkerung auf dem Land hatte hingegen nur 5.153 Yuan zur Verfügung.

Zurzeit leben 340 Millionen Inder in den Städten. Eine vom McKinsey Global Institute erstellte Studie geht davon aus, dass bis 2030 590 Millionen Inder in den Städten leben werden. Damit würde der Anteil der Stadtbevölkerung auf 40% steigen, läge aber immer noch weit unter dem aktuellen Weltdurchschnitt.

Unaufhaltsamer Prozess der Verstädterung in China und Indien

In China ist der Anteil der Stadtbevölkerung bereits deutlich höher. Er liegt schon heute bei 46% und die chinesische Regierung plant das Urbanisierungsniveau bis zum Jahr 2050 auf 65% der Bevölkerung anzuheben.

Diese Anhebung der Urbanisierungsrate um 20 Prozentpunkte in den nächsten 40 Jahren bedeutet, dass in China 300 Millionen Menschen zusätzlich in die Städte ziehen werden.

Um diese Mamutaufgabe zu stemmen, müssen in China über die nächsten 40 Jahre hinweg jährlich Städte in der Größe von Berlin, Hamburg, München und Köln neu errichtet werden, um die vom Land zuwandernde Bevölkerung aufzunehmen.

Und selbst wenn dieses Ziel 2050 erreicht sein sollte, wird die Urbanisierungsrate in China immer noch unter dem westlichen Niveau liegen.

Verstädterung erhöht Kupferbedarf dramatisch

Es versteht sich von selbst, dass der Aufbau neuer Städte in dieser Größenordnung vor allem für den Kupfermarkt von größter Bedeutung ist, denn Kupfer ist das Metall der Infrastruktur.

Egal ob Stromleitungen, Kraftwerke oder innerstädtische Transportsysteme wie Busse und Bahnen: Ohne das rote Metall geht nichts.

Indien beispielsweise muss seine Energieerzeugung nach Einschätzung der Internationalen Energie Agentur (IEA) in den kommenden Jahren jährlich um 15 bis 20% steigern um den wachsenden Bedarf decken zu können.

Dazu sind Investitionen in Höhe von 1,25 Billionen US Dollar allein bis 2030 erforderlich. Die zu erwartenden Investitionen in die Energieinfrastruktur werden Indiens Kupferbedarf mehr als verdoppeln.

Von derzeit 600.000 Tonnen wird die Nachfrage schon bis 2012 auf 1,5 Mio. Tonnen ansteigen.

In der Vergangenheit exportierte Indien zwischen 100.000 und 150.000 Tonnen Kupfer. In Zukunft wird es keine indischen Kupferexporte mehr geben, sondern es ist im Gegenteil damit zu rechnen, dass Indien wie China Kupfer im großen Stil wird importieren müssen.

Schon heute rechnen die Experten deshalb mit einem Defizit am Kupfermarkt.

Während für das Jahr 2010 noch ein kleiner Überschuss zu verzeichnen war, rechnet die australische Resource Capital Research (RCR) bereits für das laufende Jahr mit einem Defizit von 400.000 Tonnen Kupfer.

Bei JPMorgan Securities Ltd. geht man für 2011 sogar von einem Defizit von 500.000 Tonnen aus, weil mit einem Anstieg der Kupfernachfrage um 4,9% gerechnet wird.

Wer als Anleger vom Trend zur zunehmenden Urbanisierung profitieren will, der kommt um Kupferinvestments kaum herum. Neben Direktinvestitionen an den Terminmärkten bieten sich die Käufe von Kupferminen besonders an.

Hier gibt es neben den fundamental guten Aussichten bei der einen oder anderen Mine auch die Phantasie auf eine Übernahme.

Meine Kollegin Ingrid Heinritzi hat diesen Trend schon lange erkannt. Deshalb setzt sie im Rohstoff-Depot konsequent auf das Basismetall Kupfer und hat bereits einige interessante Minen für ihr Depot zugekauft. Nähere Informationen zu ihrer Strategie und den aktuellen Depotpositionen finden Sie hier.

 
 
 

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Vom Rohstoffboom profitieren nicht nur die Minen

Fresnillo investiert massiv in den Ausbau der Fresnillo Mine

Gestern habe ich Ihnen über den Ausbau der Bergbauaktivitäten in Mexiko berichtet. Dass man nicht nur in Mexiko selbst von den Investitionen in den Bergbau profitiert, sondern auch in Schweden, darum soll es in unserer heutigen...


Vom Rohstoffboom profitieren nicht nur die Minen

In einem Rohstoffboom reich werden bzw. gut Geschäfte machen, konnte man schon in früheren Jahrhunderten nicht nur als Besitzer einer Mine, sondern auch als Ausrüstungsverkäufer.

Viele Goldsucher verarmten während des kalifornischen Goldrausches im 19. Jahrhundert bei dem Versuch neue Goldadern zu entdecken. Hingegen machten jene, die ihnen Hacke, Schaufel und andere Ausrüstungsgegenstände verkauften, ein gutes Geschäft.

Daran hat sich bis heute nichts geändert, denn ob ein Explorer am Ende seiner Tätigkeit Erfolg haben wird oder nicht, lässt sich nur schwer vorhersagen, doch dass er die Ausrüstung, die er für seine Suche benötigt, in jedem Fall bezahlen muss, das ist selbstverständlich.

Eines der Unternehmen, das von den weltweiten Investitionen in Bergbauprojekte besonders stark profitiert, ist die in Schweden angesiedelte Altlas Copco. Atlas freut sich in diesen Tagen über den Eingang eines der größten Aufträge der Firmengeschichte.

Erteilt hat den Auftrag einer der größten reinen Silberproduzenten, die mexikanische Fresnillo Gruppe. Der Auftrag hat einen Wert von 45 Mio. US Dollar und für die Construction und Mining Sektion von Atlas Copco ist er einer der größten Einzelaufträge, die je eingegangen sind.

Fresnillo investiert massiv in den Ausbau der Fresnillo Mine

Fresnillo hat zum weiteren Ausbau der gleichnamigen Fresnillo Mine in Mexiko unterschiedliche technische Geräte geordert. Die Bestellung umfasst sowohl Untertagebohrgeräte als auch Felsverstärkungen sowie Produkte zum Abtransport von Abraum und Erzen.

Damit wird deutlich, dass sowohl die weitere Exploration (Bohrgeräte) als auch der Minenentwicklung und der Ausbau der laufenden Produktion (Transportsysteme und Stützen) vorangetrieben werden sollen.

Die Fresnillo Mine gehört zu 100% der Fresnillo PLC, dem Edelmetallarm der mexikanischen Peñolas Gruppe. Wir haben es hier nicht mit irgendeiner kleinen Mexikanischen Silbermine zu tun, sondern mit dem größten primären Silberproduzenten der Welt.

Silber wird in der Fresnillo Mine bereits seit 1550 abgebaut. Die Mine liegt in einem der ältesten Bergbaudistrikten Mexikos etwa 60 Kilometer nordwestlich von Zacatecas City, der Hauptstadt des Bundesstaates Zacatecas.

Gefördert werden Untertage pro Jahr über 35 Mio. Unzen Silber. Sie werden anschließend auf dem Minengelände zu Konzentraten weiterverarbeitet. Neben dem Hauptprodukt Silber werden in der Mine auch noch Gold, Blei und Zink als Nebenprodukte gefördert. Weltweit ist die Fresnillo PLC der größte primäre Silberproduzent.

Auftrag sichert Arbeitsplätze in Schweden und den Vereinigten Staaten

Für einen Ausrüstungslieferanten wie die Atlas Copco ist es deshalb eine Art Ritterschlag, wenn ein Auftrag dieser Größenordnung von einem der weltweit größten Silberproduzenten eingeht.

Entsprechend glücklich und zufrieden zeigt man sich in Schweden darüber, dass Fesnillo Atlas als einen seiner Hauptzulieferer für Ausrüstungstechnik ausgewählt hat. Eingegangen ist der Auftrag bereits im Januar 2011 und die Auslieferung der bestellten Investitionsgüter ist für die zweite Hälfte des laufenden Jahres vorgesehen.

Atlas Copco ist ähnlich wie Fresnillo ein Schwergewicht seiner Branche. Das Unternehmen ist einer der weltweit führenden Hersteller von Begbau- und Konstruktionsausrüstung, mobilen Generatoren, Kompressoren und Montagesystemen. Es beschäftigt weltweit rund 33.000 Mitarbeiter und erzielte 2010 Einnahmen von rund 10,8 Mrd. US Dollar.

Der Geschäftsbereich  Construction and Mining Technique fertigt, vermarktet und wartet Diamantbohrer, Bohrgeräte für den Über- und Untertageeinsatz, Geräte für den Minenausbau und den Abtransport von Erzen und Abraum sowie sonstige Ausrüstung und Technologie, die speziell für den Bergbau entwickelt wird. Das Unternehmen hat seinen Hauptgeschäftssitz in Schweden. Hier und in den USA sind die Produktentwicklung und Fertigung der wichtigsten Einheiten angesiedelt.

 
 
 

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Spannende Übernahmen in Mexikos Gold- und Silbersektor zu erwarten

Spannende Übernahmen in Mexikos Gold- und Silbersektor zu erwarten

Wir wenden unseren Blick heute wieder nach Mexiko, denn dort sind in den kommenden Monaten spannende Übernahmen und Akquisitionen zu erwarten.


Als Anleger kann man im Rohstoffsektor nicht nur von den hervorragenden fundamentalen Gegebenheiten profitieren indem man in eine Mine investiert, die mit einer hohen Gewinnspanne arbeitet. Eine weitere Möglichkeit die eigenen Profite zu maximieren ist die gezielte Suche nach interessanten Übernahmezielen.

Sie zeichnen sich zumeist durch beides aus: eine hervorragende fundamentale Ausgangslage dank eines guten Projekts mit niedrigen Förderkosten und einer zusätzlichen Kursphantasie, die dadurch entsteht, dass einer der Großen der Branche sich am Projekt bereits in einem Joint Venture beteiligt hat oder ein Auge auf die betreffende kleinere Gesellschaft geworfen hat.

Mexiko bietet viele solcher Projekte, nicht nur im Gold- und Silberbergbau, sondern auch bei der Produktion von Basismetallen. Die mexikanische Bergbaukammer hat insgesamt 50 Gold-, Silber-, Kupfer- und Zinkprojekte identifiziert, die schon in Kürze das Ziel einer Übernahme werden könnten.

Auch ohne weitere Übernahmen rechnet die Kammer damit, dass 2011 weiter massiv in die Bergbauprojekte des Landes investiert wird. Sergio Almazan, der Vorsitzende der Kammer, geht davon aus, dass die Investitionen in mexikanische Bergbauprojekte in diesem Jahr um 7,3% steigen werden. Verantwortlich für diesen Anstieg sind vor allem die Ausbaupläne der Cananea Kupfermine. Sie gehört zur Grupo Mexico und ist eine der größten Minen des Landes.

Kupferproduktion stiegt in 2011 wieder auf das Niveau von 2007

Die im Norden des Landes, nahe der Grenze zu Arizona, gelegene Cananea Mine ist die größte Kupfermine Mexikos. Im vergangenen Jahr wurde sie wiedereröffnet, nachdem sie zuvor drei Jahre lang bestreikt worden war. Nun wird die Produktion langsam wieder hochgefahren.

Für Mexikos Kupferproduktion wird in 2011 deshalb ein Anstieg von 31% auf 350.000 Tonnen prognostiziert. Damit liegt die zu erwartende Produktionsmenge leicht unterhalb der Schätzung, welche die mexikanische Bergbaukammer im September 2010 abgegeben hatte.

Was das Kupfer betrifft, so sei Mexiko auf dem Weg wieder die Produktionszahlen aus dem Jahr 2007 zu erreichen, betonte Kammerchef Sergio Almazan. Damit wird das Niveau vor dem Streik in der Cananea Mine wieder erreicht.

In den kommenden Jahren sind weiterer Anstiege auch außerhalb des Kupferbereichs möglich, denn es wird viel Geld investiert. Der größte Basismetallproduzent des Landes, die Peñoles Gruppe, gab kürzlich bekannt, dass sie 200 Mio. US Dollar in eine neue Mine im Bundesstaat Durango investieren werde. Die Mine soll primär Zink fördern, wird aber auch andere Metalle als Beiprodukte liefern.

Akquisitionen auch im Gold- und Silbersektor

Der Boden für weitere Akquisitionen und Übernahmen in Mexiko ist bestellt, denn wie Eduardo Luna, ein Direktor des Edelmetallproduzenten Primero, betonte, gibt es im Land allein 738  Explorationsprojekte.

Etwa 50 Projekte unterschiedlicher Eigentümer weisen ein Potential auf, das deutlich jenseits der Kapazität der aktuellen Eigentümer liegt. Für Eduardo Luna liegt deshalb auf der Hand: Es wird Übernahmen und Zusammenschlüsse geben. Die Frage ist nicht ob, sondern wann und wer mit wem fusioniert.

Die am weitesten fortgeschrittenen Projekte in Mexiko sind bereits im Besitz größerer Konzerne, etwa der Grupo Mexico oder von Fresnillo, dem Edelmetallarm der Peñoles Gruppe. Aber auch ausländische Konzerne wie Goldcorp haben sich in den vergangenen Jahren im Land eingekauft und aussichtsreiche Projekte gesichert.

Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Expansionen, etwa der Neueröffnung von Fresnillos Saucito Mine, wird damit gerechnet, dass die mexikanische Silberproduktion im Jahr 2011 von 128,6 auf 138 Mio. Unzen steigen wird. Auch bei der Goldproduktion sind Zuwächse zu erwarten. Beim Gold wird mit einem Zuwachs von 12,5% auf etwa 2,7 Mio. Unzen gerechnet. 

Meine Kollegin Ingrid Heinritzi hat im Rohstoff-Depot bereits auf diese Situation reagiert und in der vergangenen Woche einen interessanten Übernahmekandidaten aus dem Silbersektor in ihr Depot aufgenommen. Wenn Sie wissen möchten um welchen Wert es sich handelt und ob es sich auch jetzt noch lohnt in die Aktie einzusteigen, finden Sie nähere Informationen hier.

 
 
 

Aktien, Geldanlage, Rohstoffländer im Fokus

Öl: Bahrain und Saudi-Arabien als wichtigste US Verbündete im Golf

Nachdem wir uns gestern bereits mit der politischen Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten beschäftigt hatten, möchte ich heute der Frage nachgehen, welche Auswirkungen eine politische Veränderung in den wichtigsten Golfstaaten...


Bahrain als Stützpunkt der US Flotte im Golf und Saudi-Arabien als wichtigster Öllieferant der westlichen Welt sind zwei zentrale Pfeiler der US Strategie am Persischen Golf. Wanken sie, droht dem ganzen System eine Schieflage, denn ein Machtwechsel in einem der beiden Staaten hätte sofort Signalwirkung für die anderen Golfstaaten.

Die neuen Machthaber würden notgedrungen mit dem alten System brechen müssen. Das würde eine Aufgabe der engen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu den USA bedeuten. Ein Profiteur eines derartigen Wechsels wäre China. Sein Einfluss in der Region würde unweigerlich steigen, wenn die Öllieferungen vom Golf in Zukunft stärker nach Asien und weniger in Richtung Europa und die USA geleitet würden.

Das würde nicht nur den US Dollar als wichtigste Handelswährung weiter schwächen, sondern auch zu Verschiebungen im internationalen Machtgleichgewicht führen. Die Bedeutung Europas und der USA würden sinken, während asiatische Staaten, allen voran China und Indien, an Macht und Einfluss in der Region gewinnen sollten.

Zwingt ein steigender Ölpreis die Weltwirtschaft erneut zu einer Vollbremsung?

Natürlich ginge eine solche Entwicklung auch am Ölpreis nicht spurlos vorüber. Kommt es in den kommenden Wochen und Monaten tatsächlich zu einem Flächenbrand im Nahen und Mittleren Osten, dann ist mehr als „nur“ ein Risikoaufschlag für das Öl fällig. In diesem Fall werden wir sehr schnell Ölpreise sehen, die nahe am Allzeithoch oder sogar darüber liegen.

Für die Weltwirtschaft wäre eine solche Entwicklung nicht nur Gift, sondern geradezu tödlich, schließlich wissen wir heute, dass es insbesondere das extrem hohe Preisniveau beim Öl war, das 2007/2008 die Weltwirtschaft in die Knie zwang und den Grundstein für eine weltweite Depression legte.

Steigt der Ölpreis bedingt durch die politische Entwicklung in Arabien erneut in ähnlich hohe Sphären, so ist damit zu rechnen, dass die Weltwirtschaft, einschließlich der Lokomotive China, eine erneute Vollbremsung vollziehen und in eine Depression abgleiten wird.

Gleitet die Weltwirtschaft erneut in eine Depression, kollabieren die Rohstoffpreise

Noch hoffen die Investoren weltweit darauf, dass die Demonstrationen in der arabischen Welt das bleiben werden, was sie momentan noch sind: Demonstrationen, die zwar etwas gewalttätiger verlaufen als man es sich wünschen würde, aber immer noch Demonstrationen und keine Revolutionen.

Auf Machtwechsel und natürlich auch auf eine deutliche Abschwächung der Weltkonjunktur im Zuge eines sich sprunghaft verteuernden Ölpreises müssen die Märkte jedoch früher oder später reagieren. Zu erwarten sind in diesem Fall massive Einbrüche bei den Rohstoffpreisen. Mit den Rohstoffpreisen würden im gleichen Atemzug natürlich auch die Aktien der Rohstoffproduzenten und Explorer unter die Räder kommen. Wir könnten also durchaus eine Entwicklung sehen, die jener von 2007/2008 sehr nahe kommt.

Wie werden die Edelmetallpreise reagieren?

Doch was ist mit den Edelmetallpreisen? Droht in diesem Fall analog zur Entwicklung im Jahr 2008 ein massiver Einbruch auch bei den Preisen für Gold und Silber? Damals traf die Krise die Anleger unvorbereitet. Heute wissen zumindest die erfahrenen Investoren um die Gefahren denen die Weltwirtschaft im Allgemeinen und das Finanzsystem im Besonderen ausgesetzt sind.

Außerdem konnten sie aus der Geschichte lernen, dass direkt nach dem Höhepunkt der Krise Gold und Silber als erste wieder zu steigen begannen. In diesen Tagen machen Investoren die Erfahrung, dass die Preise für Gold und Silber ihren Aufwärtstrend fortsetzen, obwohl die Krise und ihre unmittelbaren Folgen überwunden scheinen.

Warum sollten sich die Anleger vor dem Hintergrund dieser relativ frischen Erfahrungen in einer neuen Krise wieder panisch von ihren Gold- und Silberbeständen trennen? Wer flieht, braucht zumindest ein Ziel. Das war im Jahr 2008 die vermeintliche Sicherheit der US Staatsanleihen. Doch warum sollen Investoren in einer potentiellen Krise 2011 oder 2012 wieder in den US Dollar fliehen, wenn ausgerechnet diese Krise deutlich macht, dass die USA und ihre Währung in einem wichtigen Teil der (Rohstoff-)Welt massiv an Einfluss verlieren?

Einen echten Grund dazu gibt es nicht. Für einen möglichen Einbruch beim Gold- und Silberpreis würde das bedeuten, dass er entweder manipulativ herbeigeführt wurde um die Schwäche des US Dollars zu verschleiern und/oder dass er wie 2008 nur kurzfristiger Natur ist. In beiden Fällen sollten Gold und Silber anschließend noch viel heller strahlen als vor dem Beginn der Krise.

Behalten Sie deshalb als vorausschauender Anleger die Situation im Mittleren Osten und den Ölpreis weiterhin fest im Blick und ziehen Sie bei einer weiteren Verschärfung der Situation rechtzeitig Ihre Konsequenzen. Wie Sie von einem weiter steigenden oder gar explodierenden Ölpreis profitieren können, dass erfahren Sie im Rohstoff-Depot meiner Kollegin Ingrid Heinritzi. Nähere Informationen zu ihrer Öl-Strategie erhalten Sie hier. 

 
 
 

Aktien, Geldanlage, Rohstoffländer im Fokus

Wird der Mittlere Osten die Preise für Öl und Gold explodieren lassen?

Wird der Mittlere Osten die Preise für Öl und Gold explodieren lassen?

Der Nahe und Mittlere Osten kommen nicht zur Ruhe. Immer neue Länder werden von der Welle der Unzufriedenheit mit der politischen Führung erfasst. Was heute als Demonstration beginnt, kann morgen als Revolution enden.


Die Folgen für das einzelne Land, die Region, aber auch die internationalen Rohstoffmärkte sind weitreichend. Deshalb möchte ich heute und morgen in einem „was wäre wenn-Szenario“ der Frage nachgehen mit welchen Konsequenzen zu rechnen ist, falls sich die politische Lage im Mittleren Osten weiter destabilisieren sollte.

Wird der Mittlere Osten die Preise für Öl und Gold explodieren lassen?

Wie ein Flächenbrand greift die Forderung nach Demokratie und Veränderung der politischen Situation auf immer mehr Länder des Nahen und Mittleren Ostens über. Für viele arabische Könige, Herrscherfamilien, Staats- und Regierungspräsidenten ist die Bedrohung ihrer Herrschaft längst so real geworden, dass sie ohne Skrupel Polizei und Militär auf das eigene Volk schießen lassen.

Man hat die Entwicklungen in Tunesien und Ägypten sorgsam studiert und aus ihnen die Erkenntnis abgeleitet, dass die Regime in Tunis und Kairo fielen, weil sie den Demonstranten zu lange zu viele Freiheiten gewährten. Diesen Fehler will man selbst nicht wiederholen, folglich erhalten Polizei und Militär die Anweisung schneller und vor allem härter durchzugreifen.

Noch kann niemand vorhersagen wie sich die Situation weiterentwickeln wird und abgesehen von einigen gut informierten Experten, denen die Spannungen unter der Oberfläche nicht verborgen geblieben waren, wurde der größte Teil der Welt von der Entwicklung mehr oder weniger überrascht. Das gilt auch für die Kapital- und Rohstoffmärkte. Den Marktteilnehmern dämmert erst langsam, welche Lawine hier losgetreten sein könnte. Gemessen an der Brisanz der Situation reagieren die Märkte (noch) ausgesprochen langsam und zurückhaltend.

Märkte reagierten zunächst relativ gelassen

Zwar sind die Preise für Öl und Gas gestiegen, doch die Aufschläge werden nur als eine Art vorübergehender Risikoprämie gesehen. Dass das politische Geschehen im Mittleren Osten die gesamte Ölversorgung der westlichen Welt gefährden könnte, haben die Märkte in ihrer Preisentwicklung noch nicht vorweggenommen. Die Zukunft, die aktuell an den Rohstoffbörsen gehandelt wird, ist die eines „es wird schon wieder“. Doch wie berechtigt ist dieser Optimismus?

Solange es nur um Tunesien und Ägypten ging, war das relative Desinteresse der Märkte zwar nicht unbedingt berechtigt, wohl aber verständlich. Doch inzwischen haben sich die Unruhen auf wichtige Erdölproduzenten wie Libyen und Bahrain ausgeweitet. Dem Regime des libyschen Revolutionsführers Gaddafi wird im Westen wohl kaum jemand eine Träne nachweinen, sollte es in den kommenden Wochen und Monaten untergehen. Doch Bahrain liegt im Golf und damit den wichtigen saudi-arabischen Ölfeldern sehr nahe.

Wird Bahrain zu einem zweiten Irak?

Nicht weit entfernt ist auch die Islamische Republik Iran,aus der ebenfalls Unruhen gemeldet werden. Dass die Menschen in der arabischen Welt der überkommenen Herrschaftsverhältnisse überdrüssig sind, zeigen die Bilder aus der Region nur zu deutlich. Doch was kommt danach, wie gestaltet sich die politische Landschaft nach einem Wechsel?

Ein Blick auf den Irak zeigt die Spannungen unter denen große Teile der Region leiden. Zugleich wird auch deutlich wie schwierig, wenn nicht sogar unmöglich es ist, im Anschluss an einen politischen Wechsel wieder stabile Verhältnisse zu etablieren.

Das Regime von Saddam Hussein war ein weltliches,  profanes Regime. Religiöse Führer hatten nicht viel zu melden und eine kleine sunnitische Minderheit von 30% beherrschte die schiitische Mehrheit. Nach den neuen, demokratischen Spielregeln ist der Einfluss der Schiiten im Irak deutlich größer geworden.

Das eröffnet dem schiitischen Iran als unmittelbaren Nachbarn neue Einflussmöglichkeiten, die in Zukunft noch größter werden sollten, wenn sich die Amerikaner endgültig aus dem Irak zurückgezogen haben.

In Bahrain sind die Verhältnisse ähnlich wie im Irak vor dem Sturz Saddam Husseins. Eine sunnitische Minderheit, angeführt von der Königsfamilie, herrscht über die schiitische Mehrheit, die etwa 70% der Bevölkerung stellt. Ähnlich sind die Verhältnisse in Teilen Saudi-Arabiens. Zwar ist die Mehrheit des Landes sunnitischen Glaubens, doch in den ölreichen Regionen im Osten des Landes stellen die Schiiten die Mehrheit. Sie haben bereits durchblicken lassen, dass sie sich eine bessere Behandlung wünschen.

Welche Auswirkungen eine politische Veränderung in den wichtigsten Golfstaaten haben könnte, dieser Frage möchte ich morgen weiter nachgehen.

 
 
 

Aktien, Geldanlage, Metalle, Edelmetalle

Niedrige Anleihezinsen begünstigen Gold und Silber

Niedrige Anleihezinsen begünstigen Gold und Silber

Heute möchte ich mich ein wenig mit der Korrelation von niedrigen Anleihezinsen und den Preisen für Gold und Silber beschäftigen.


Niedrige Anleihezinsen begünstigen Gold und Silber

Was ist eine Aktie wert, was ein Fass Öl? Welchen Wert hat eine Immobilie und was bringt der Verkauf eines Gramm Golds oder eines Kilogramm Silbers? Gerne hätten wir eine absolute Antwort auf all diese Fragen, am besten vielleicht sogar eine Antwort, die sich über die Zeit nicht verändert, denn dann hätten wird den einen, ultimativen, ewig gültigen Preis.

Doch die Antworten, die wir auf unsere Preisfragen bekommen, sind immer nur relativer Natur. Die Werte und damit auch die Preise der Güter schwanken in der Wahrnehmung der Menschen. Wir bekommen immer nur das, was der Käufer zu geben bereit ist. Diese Antwort ist ebenso unbefriedigend wie universell, denn sie gilt sowohl für Immobilien in China, Aktien in Japan oder auf den Philippinen ebenso wie für Obst und Gemüse in Europa oder die Edelmetalle in Amerika. 

Ein Gut, das bei Konsumenten oder Anlegern gerade beliebt ist, erzielt hohe Preise. Das gilt auch für die Kapitalmärkte. Wäre es anders hätte es in der Vergangenheit nie Blasen gegeben, die irgendwann mit einem lauten Krach (Crash) geplatzt wären. Blasen sind ein Phänomen der Massen, sie entstehen, weil alle einer Investmentidee anhängen und eine bestimmte Anlage bevorzugen.

Vom Platzen der Anleiheblase werden alle betroffen sein

Während immer wieder davon gesprochen wird, dass sich im Gold eine neue Blase entwickelt habe, ist die aktuelle Blase an den Bondmärkten nur den wenigsten Anlegern bewusst. In Gold und Silber investiert derzeit nur eine Minderheit, deshalb ist es zumindest ambitioniert jetzt schon von einer Blase zu sprechen. Doch Anleihen hält nahezu jeder, sei es direkt oder indirekt über Banken und Lebensversicherungen.

Entsprechend hoch ist der Preis (Anleihekurs) und entsprechend niedrig sind die Zinsen. Das ist erfreulich für die Schuldner, zumeist Staaten und Kommunen, die mit Hilfe der Notenbanken alles in ihrer Macht stehende tun, um den Preis solange wie möglich am Boden zu halten. Doch früher oder später wird der Markt unruhig werden und angemessene Risikoaufschläge fordern. In diesem Moment steigen die Zinsen, zunächst für die Problemkandidaten, später für alle anderen auch.

Den absoluten Tiefpunkt der Zinsen mögen wir bereits hinter uns gelassen haben, aber noch immer ist das Zinsniveau ausgesprochen günstig für die Schuldner. Wer sich heute sei es als Privatanleger oder Versicherungskonzern langlaufende Anleihen ins Depot legt, läuft Gefahr in den kommenden Jahren große Verluste zu erleiden, sollte das Zinsniveau weiter anziehen.

Das Zinstief von 1965 war ein schlechter Zeitpunkt um Anleihen zu erwerben ...

Im Frühjahr 1965 war eine Situation gegeben, die mit der heutigen sehr gut vergleichbar ist. Die Anleihen in den USA markierten mit einem Zinssatz von unter 4,2% ihren Wendepunkt. Anschließend stiegen die Zinsen für die nächsten 16 Jahre und es sollte bis 1981 dauern ehe die Anleihen mit Zinsätzen von 15,32% in den USA ihren Höhepunkt erreichten. In den 80er und 90er Jahren waren die Zinsen wieder rückläufig, so dass 2002, also stolze 37 Jahre nach dem Tief von 1965, wieder ein Zinsniveau von unter 4,5% erreicht wurde.

Rückblickend wird wohl niemand auf die Idee kommen zu behaupten, 1965 sei ein guter Zeitpunkt für den Erwerb von Staatsanleihen gewesen. 1981 lagen die Dinge anders, doch in den 16 Jahren dazwischen, machte man keinen großen Fehler, wenn man um die Anleihemärkte einen großen Bogen machte. Auch die Aktienrenditen in dieser Zeit waren nicht der große Hit, denn im Grunde ging der Dow Jones nachdem er in den späten 60er Jahren die 1.000 Punkte Marke zum ersten Mal berührt hatte, in eine ausgeprägte Seitwärtsbewegung über, die erst in den frühen 80er Jahren ihr Ende fand.

... und ein guter Zeitpunkt zum Kauf von Gold und Silber

Der große Gewinner jener Jahre war das Gold. 1965 noch unter Bretton Woods Bedingungen bei 35 US Dollar je Unze fixiert, explodierte es auf über 800 US Dollar, nachdem die Bindung des US Dollars an das Gold aufgegeben und eine Fluchtbewegung der Anleger ins Gold eingesetzt hatte.

Natürlich wird sich die Geschichte nicht 1:1 wiederholen, doch einige Gemeinsamkeiten sind nicht von der Hand zu weisen: Das langfristige Zinsniveau ist aus Investorensicht unattraktiv niedrig und die Aktienmärkte sind im Grunde bereits seit dem Jahr 2000 in eine langgestreckte Seitwärtsbewegung übergegangen. Ein Ende dieser Bewegung ist noch nicht in Sicht. Was sich jedoch gerade am Horizont abzeichnet ist ein dauerhafter Anstieg des Zinsniveaus.

Steigende Zinsen und damit eine steigende Inflationserwartung sollten auch den Preisen für Gold und Silber weiteren Auftrieb geben. Ob wir am Ende wieder zweistellige Zinsniveaus sehen werden wie in den frühen 80er Jahren, das sei einmal dahingestellt.

Wichtig für die Investitionsentscheidung von heute ist die langfristige Tendenz. Die spricht klar für steigende Zinsen und eine erhöhte Inflationserwartung der Anleger. Beides waren in der Vergangenheit Motive, die auch den Goldpreis stark haben ansteigen lassen.

Vor dem Hintergrund der geschichtlichen Erfahrungen aus den späten 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts könnte es aus Investorensicht somit auch heute Sinn machen Anleihen zu meiden und Gold und Silber zu bevorzugen bis sich in einigen Jahren ein Zinshoch am Horizont abzeichnet.

 
 
 

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Chinas ICBC Bank sieht starke Gold- und Silbernachfrage

Chinas ICBC Bank sieht starke Gold- und Silbernachfrage

Heute möchte ich neue Zahlen aus China präsentieren die zeigen, dass die Nachfrage nach Gold und Silber im Januar sehr stark zugenommen hat.


Sie ist eine der größten Banken weltweit und in China eine der Top-Adressen im Finanzsystem: die Industrial and Commercial Bank of China, kurz ICBC Bank.

Zusammen mit dem World Gold Council hat sich die ICBC Bank die Förderung des Gold- und Silberabsatzes im Reich der Mitte auf die Fahnen geschrieben. Für den Januar 2011 liegen inzwischen die ersten Zahlen vor und die lesen sich wie die Ankündigung einer gewaltigen Sturmwelle.

Im Januar 2011 hat die ICBC Bank in ihren chinesischen Filialen etwa 7 Tonnen Gold verkauft und damit einen explosionsartigen Anstieg ihrer Verkäufe erlebt, denn im gesamten Jahr 2010 verkaufte die Bank nur 15 Tonnen Gold. Somit wurde knapp die Hälfte der Verkaufsleistung des letzten Jahres bereits in den ersten vier Wochen des neuen Jahres realisiert.

Zhou Ming, der stellvertretende Leiter des Edelmetallhandels der Bank, erklärte, dass für den rasanten Anstieg der Nachfrage vor allem die Inflationssorgen der Menschen verantwortlich seien.

Mit zunehmenden Wohlstand sind immer mehr Chinesen bemüht ihrer Ersparnisse zu diversifizieren. Anlagen in Gold und Silber kommen ihnen dabei entgegen, weil die Edelmetalle traditionell in Asien eine hohe Wertschätzung genießen und Gold als guter Schutz gegen den durch die Inflation verursachten Kaufkraftverlust gilt.

Hektische Nachfrage nach Edelmetallen und nicht-physischen Goldprodukten

Die hektische Nachfrage bezieht sich nicht allein auf physisches Gold und Silber. Auch nicht-physische Goldinvestments werden von den Kunden der Bank aktuell lebhaft nachgefragt. Im Jahr 2010 vermittelte die Bank mit Gold hinterlegte Schuldverschreibungen in Höhe von 1 Mrd. Yuan, das entspricht etwa 111,5 Mio Euro.

Die gleiche Summe konnte in diesem Jahr bereits innerhalb weniger Tage vermittelt werden, sodass die ICBC Bank damit rechnet in diesem Jahr mehr als 5 Mio. Yuan an goldgedeckten Schuldverschreibungen verkaufen zu können.

Setzt sich der schwunghafte Gold- und Silberhandel im weiteren Verlauf des Jahres fort, so wird China, immerhin der weltweit größte Gold- und einer der führenden Silberproduzenten, in 2011 noch mehr Gold importieren müssen als 2010.

In vergangenen Jahr hatten sich die chinesischen Goldimporte gegenüber 2009 verfünfacht und über 220 Tonnen betragen. Geht die Entwicklung in diesem Jahr im gleichen Tempo weiter, dann dürfte China zusätzlich zur eigenen Produktion von 340 Tonnen Gold nochmals eine ähnlich hohe Tonnage importieren.

Regierung fördert den Kauf von Gold und Silber

Im Gegensatz zum Immobilienmarkt, den die Regierung gerne etwas abkühlen möchte, werden die Gold- und Silberinvestments von der Regierung begrüßt.

Die Regierung in Beijing hat den Binnenkonsum angekurbelt und bereits im vergangenen August angekündigt Maßnahmen ergreifen zu wollen, die den lokalen Goldmarkt beleben. Zu diesen Maßnahmen gehört auch, dass einer immer höheren Zahl von Banken der Import von Goldbarren erlaubt wird.

Nicht nur das Gold steht im Reich der Mitte derzeit hoch im Kurs. Mindestens ebenso rege ist die Nachfrage nach Silber. Zhou Ming konnte diese Entwicklung auch für die Kunden der ICBC Bank bestätigen.

Im Januar verkaufte die ICBC Bank 13 Tonnen Silber an ihre Kunden. Das ist mehr als ein Drittel der 33 Tonnen, die 2010 während des gesamten Jahres verkauft wurden.

So beeindruckend die prozentuellen Zuwächse im Moment auch erscheinen mögen, man darf nicht vergessen, dass sie auf der Basis einer sehr schmalen Ausgangslage erfolgen.

In Zukunft dürften die Zuwachszahlen somit zwar schwächer ausfallen, die gesamte chinesische Gold- und Silbernachfrage zu Investitionszwecken jedoch kontinuierlich höher ausfallen. Auf die Preise für Gold und Silber sollte sich die höhere chinesische Nachfrage auf lange Sicht stützend auswirken.

 
 
 

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Gold und Silber und die Unwägbarkeiten des Lebens

Unmittelbare Krisenangst weicht langfristiger Vorsorge

Ist die Absicherung des eigenen Vermögens mit Gold und Silber noch aktuell oder sollte man die eigenen Bestände auflösen und in renditeträchtigere Anlagen umschichten wie die großen Fonds und institutionellen Anleger es dieser...


Gold und Silber und die Unwägbarkeiten des Lebens

Wer als Anleger in physisches Gold und Silber investiert, der gilt vielen Zeitgenossen immer noch als Pessimist und notorischer Schwarzseher. Diese Sichtweise schwingt im Hintergrund mit, wenn in diesen Wochen in einzelnen Presseberichten genüsslich darauf hingewiesen wird, dass viele institutionelle Anleger und Fonds ihre Goldbestände reduzieren, weil die wirtschaftliche Erholung in den USA langsam an Fahrt gewinnt und das Gold als Krisenmetall deshalb nicht mehr so gefragt sei.

Wer als Privatinvestor trotzdem seine eigenen Gold- und Silberbestände nicht antastet, so die unausgesprochene Mahnung hinter diesen Berichten, der verschenkt Rendite und damit bares Geld. Gold und Silber bringen bekanntlich keine Zinsen und da auch viele Minen keine oder nur sehr geringe Dividenden zahlen, bedürfen die Edelmetallanleger weiterer starker Kursanstiege, um mit ihren Engagements Gewinne zu erwirtschaften.

Die große, unmittelbare Angst auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, die Menschen um Arbeit und Ersparnisse fürchten ließ, ist verflogen. Zuversicht und eine berechtigte Freude am Aufschwung, der sich zwischenzeitlich eingestellt hat, haben sich breit gemacht.

Vordergründig erscheint dieser Aufschwung als solide und tragfähig, denn er wird zumindest in Deutschland und China von einer boomenden Exportwirtschaft getragen. Doch einige Wirtschaftsexperten mahnen bereits, der Aufschwung könne auf Sand gebaut sein.

Unmittelbare Krisenangst weicht langfristiger Vorsorge

Welche wirtschaftliche Fachmeinung sich am Ende als die richtige herausstellen wird, das lassen wir einmal für einen Moment dahingestellt sein. Für den Edelmetallbestand innerhalb Ihrer Vermögenswerte sollte diese Diskussion ohnehin keinen besonderen Wert haben, denn Gold und Silber kauft bzw. hält man nicht wegen einer drohenden, für alle sichtbaren Krise, sondern viel mehr mit Blick auf die Krisen, die man jetzt noch nicht sehen kann, ja vielleicht noch nicht einmal ahnen kann.

Etwa 10% seines Vermögens auch unabhängig von aktuellen Krisen in physischen Edelmetallen vorzuhalten, hat nichts mit Dauerpessimismus oder gar Weltuntergangsstimmung zu tun. Es ist allein eine Absicherungsmaßnahme, denn die Welt ist voll von Überraschungen, leider nicht immer nur guten Überraschungen.

Ob diese negativen Überraschungen eintreten und wenn ja wann, dass weiß im Vorfeld niemand. Doch wenn der Fall der Fälle eintritt, steht mit dem physischen Gold und Silber eine Absicherung bereit, die keinen Forderungscharkter hat. Das macht die Edelmetalle einzigartig in einer Fülle von Anlagen und Wertpapieren, deren Erfolg immer von der Erfüllung einer Forderung durch die Gegenpartei abhängt.

In diesem Sinn sollten Sie die physischen Edelmetalle eher wie eine Art Krankenversicherung verstehen: Niemand wünscht Ihnen, dass Sie krank werden. Sie selbst werden es sich am allerwenigsten wünschen und auch wenn Sie heute nicht wissen wann und aus welchem Grund Sie das nächste Mal einen Arzt aufsuchen müssen: Mit Krankenversicherung im Rücken lebt es sich etwas entspannter als ohne.

Auch in 2011 bestehen viele politische und wirtschaftliche Risiken

Was die Krankenversicherung für Ihr Alltagsleben darstellt, das sind die Edelmetalle für Ihr Vermögen: Eine Absicherung, von der man hofft, dass man sie nicht in Anspruch nehmen muss und trotzdem wird niemand auf die Idee kommen seine Krankenversicherung aufzulösen und das gesparte Geld anderswo mit mehr Rendite anzulegen, nur weil man mal ein Jahr nicht zum Arzt musste. Bei den Edelmetallen sollten Sie es nicht anders halten.

Wie stark die internationalen Kapitalmärkte im Jahr 2011 von wirtschaftlichen Krisen und politischen Konflikten durchgeschüttelt werden, das vermag im Moment niemand verlässlich zu sagen. Potentielle Anlässe gibt es jedenfalls genug: Die europäische Schuldenkrise kann ebenso wenig als gelöst betrachtet werden wie die Schuldenproblematik in Japan oder den USA. Es hat sich hier nur ein gewisser Gewöhnungseffekt eingestellt. Er beeinträchtigt die Wahrnehmung der Krise, nicht jedoch ihre Schärfe.

Politisch könnte sich leicht der ganze Nahe Osten weiter destabilisieren, wenn die jüngsten Entwicklungen in Tunesien und Ägypten auch auf andere Staaten der Region übergreifen. Sorgt sich die Welt in wenigen Wochen oder Monaten nicht nur um die ungehinderte Durchfahrt der Schiffe durch den Suezkanal, sondern die Ölversorgung im Allgemeinen, dann werden nicht nur die Preise für Öl und Gas dramatische Aufschläge erleben.

Auch alte Bekannte wie Nordkorea können sich leicht in Erinnerung bringen und die Preise für Gold und Silber auch in 2011 schnell wieder stark ansteigen lassen. Das weltweite Krisen- und Konfliktpotential ist also keinesfalls so ausgedünnt, dass man als Anleger auf eine dauerhafte Vorsorge mit Gold und Silber getrost verzichtet werden könnte. Im Gegenteil: Sie See vor uns mag etwas ruhiger geworden sein, doch unter Wasser lauern genügend Eisberge und Klippen.

 
 
 

Rohstoffe & Devisen, Rohstoffe, Geldanlage, Metalle

Kupfer und anderer Industriemetalle werden weiterhin knapp bleiben

Analysten sagen größeres Angebotsdefizit voraus

Der Kupferpreis erklimmt immer neue Hochs und viele Investoren fragen sich inzwischen, ob die Party weitergehen wird oder ob es nicht schon bald ein böses Erwachen geben könnte?


Kupfer und anderer Industriemetalle werden weiterhin knapp bleiben

Der Preis für Kupfer ist schon hoch und doch könnte er noch weiter steigen, denn die fundamentalen Gründe für die jüngste Preisexplosion bestehen fort. Im vergangenen Jahr stieg der Preis für das wichtige Industriemetall um 52%.

Die Stärke des Anstiegs beim Kupferpreis hat zwei Gründe: Zum einen war die Abwärtsbewegung während der Finanzkrise 2008 überzogen. Die Anleger verkauften ihre Kupferpositionen als gäbe es kein morgen mehr. Ausgehend von diesem unrealistisch niedrigen Niveau erscheinen die Anstiege der Jahre 2009 und 2010 nun natürlich besonders spektakulär.

Aber auch ohne den statistischen Basiseffekt ist nicht zu bestreiten, dass die Welt wieder mehr Kupfer braucht. Kupfer ist das Industriemetall, das besonders feinfühlig auf die Entwicklung der Weltwirtschaft reagiert, denn egal ob Auto, Flugzeug, Immobilie oder elektrischem Küchengerät:

Ohne Kupferkabel geht nichts und je mehr Kabel benötigt werden, desto schneller steigt auch der Kuupferverbrauch. So verwundert es nicht, dass Kupfer noch vor den anderen Industriemetallen vom Wiederanziehen der Weltwirtschaft profitiert hat.

Der wachsenden Nachfrage steht jedoch ein Angebot gegenüber, das sich nicht so leicht und vor allem nicht kurzfristig erhöhen lässt. Minenschließungen, wie sie während der Finanzkrise reihenweise vorgenommen wurden, sind eine relativ schnelle Angelegenheit. Doch eine ehemalige Mine wieder in Produktion zu bringen dauert erheblich länger. Noch viel aufwendiger ist es, eine Mine komplett neu zu erschließen. Deshalb kann die Angebotsseite nur begrenzt und mit einem deutlichen Zeitverzug auf die Entwicklungen auf der Nachfrageseite reagieren.

Peak Copper

Dies bestätigte in der vergangenen Woche der drittgrößte Bergbaukonzern Rio Tinto. Das Management von Rio Tinto um CEO Tom Albanese geht davon aus, dass die Kupferpreise ungeachtet des schon erreichten hohen Niveaus prinzipiell weiter steigen werden.

Rio Tinto begründet seine Annahme mit der Einschätzung, dass die Nachfrage weiter wachsen werde und die Produzenten Mühe haben werden neue Kupferprojekte in Produktion zu bringen, um den Druck auf dem Kupfermarkt abzumildern.

Die meisten großen Kupferminen weltweit, auch jene von Rio Tinto, haben ihre besten Jahre hinter sich. Sie sind zwar noch nicht ganz erschöpft, aber die Kupfergehalte werden immer geringer und in den Gruben wird das Kupfer in immer tieferen Zonen gefördert. Niedrigere Gehalte bei höherer Tiefe bedeuten aber auch einen gewaltigen Druck auf die Margen.

Damit sinkt der Anreiz für die Betreiber die Minen zu modernisieren und auszubauen. In Anlehnung an die Theorie vom Peak Oil sprechen einige Experten deshalb auch bereits von einem Peak Copper, also einem Höhepunkt der weltweiten Kupferproduktion, der bald erreicht sein könnte.

Analysten sagen größeres Angebotsdefizit voraus

Ob es so kommen wird, ist in der Fachwelt noch umstritten. Recht einig sind sich die Experten jedoch in der Frage wie sich die Angebots-Nachfrage-Situation in 2011 entwickeln wird. Barclay Capitals beziffert das Angebotsdefizit für das laufende Jahr auf 822.000 Tonnen. Trifft diese Schätzung zu, so wäre das Defizit 2011 mehr als doppelt so groß wie das Defizit aus dem Jahr 2010.

Auch JP Morgan Securities und die australische Macquarie Bank rechnen mit einem Defizit für 2011. Morgan Stanley und  die Australia & New Zealand Banking Group rechnen wie Rio Tinto Vorstand Albanese mit weiter steigenden Preisen.

Allerdings und darauf setzt die Branche im Moment ihre Hoffnungen: Je länger die Preise auf einem hohen Niveau verbleiben, desto mehr neues Angebot dürfte langfristig auf den Markt kommen.

Die Verbrauchstrends für die nächsten 15 bis 20 Jahre weisen klar den Weg zu einem deutlich höheren Verbrauch. Nicht nur beim Kupfer, auch bei anderen Rohstoffen wie Eisenerz oder Aluminium rechnet der Rio Tinto Vorstand mit einer Verdopplung der Nachfrage.

Wie Sie von diesem langfristigen Megatrend profitieren können, das erfahren Sie im Rohstoff-Depot meiner Kollegin Ingrid Heinritzi. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

 
 
 

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Baiyun: Mit der Dampflok zur Arbeit

Hoher Besuch unterstreicht die Bedeutung

Heute setzt der GeVestor-Experte Dr. Bernd Heim seinen Bericht aus Baiyun mit einer Beschreibung der Zustände auf dem Minengelände fort.


Zwar wird der Bergbau in Baiyun seine frühere Bedeutung so schnell nicht wiedererlangen, vor allem was die Beschäftigungszahlen angeht, aber die Menschen setzen ihre Hoffnung auf neue Projekte und den Plan der Minengesellschaft, die Kupferproduktion bis 2015 auf 1. Mio. Tonnen steigern zu können. Gefördert wird nur noch Untertage aber noch immer rauchen die Schlote der Blei-, Zink- und Kupferschmelzen gewaltig.

Die Fahrt zum ehemaligen Tagebau dauert etwa 20 Minuten und sie führt durch eine Mondlandschaft. Es ist nicht allein der Wassermangel, der der Landschaft einen wüstenartigen, morbiden Charakter verleiht.

Baiyun: Natur leidet unter Bergbau

Auf den wenigen Bäumen, die sich trotz der widrigen Verhältnisse haben behaupten können, lastet eine dicke Staubschicht. Man muss kein diplomierter Botaniker sein um die Behauptung zu wagen, dass gesunde Bäume und Sträucher irgendwie anders aussehen.

Obwohl der Tagebau seit Jahren aufgegeben wurde, wird alles nach wie vor bewacht. Doch mit der richtigen Begleitung und der einen oder anderen Zigarette als Unterstützung öffnet sich so mancher Schlagbau.

Am Ende der Fahrt stehen wird vor dem aufgegebenen Tagebau. Eine große Erinnerungstafel erinnert an die Bedeutung der Mine, die zwischen 1951 und 1954 exploriert und anschließend entwickelt wird.

Hoher Besuch unterstreicht die Bedeutung von Baiyun

Wenn etwas in China wichtig ist, gibt sich früher oder später die Staatsführung persönlich die Ehre. So auch in Baiyun. Der Bergbau in der Region war für den Aufstieg des Landes so bedeutsam, dass der ehemalige Staatspresident Jiang Ze Min und Premierminister Zhu Rong Ji sich die Zeit für einen Besuch nahmen.

Heute wirkt der Zugang zum Tagebau ein wenig gespenstisch. Auf verrosteten Gleisen stehen einzelne Loren so als würde die Arbeit gleich weiter gehen.  Die Erde schimmert in den Farben der Metalle, die hier gefördert wurden und aus einem Rohr fließt Wasser in die Tiefe. Es sind die Abwässer der Untertagemine, die hier ungeklärt entsorgt werden.

Das gigantische Loch im Boden hat eine Länge von 1.000 Metern, eine Breite von 600 Metern und ist bis zu 280 Meter tief. Dass es hier eines Tages mal Rekultivierungsmaßnahmen geben wird, ist eine Hoffnung, die ich ganz bestimmt nicht habe. Eher wird man Loch und Landschaft ihrem Schicksal überlassen.

Zug oder Bus: Eine Frage der Hierarchie

Die meisten Menschen hier haben andere Sorgen. Etwa die Arbeiter, die, wenn sie nicht auf dem Minengelände übernachten wollen, ihren Zug nicht verpassen dürfen. Wer mit welchem Verkehrsmittel auf das Minengelände gefahren wird, ist eine Frage der Stellung innerhalb der Firma und die wird in China streng hierarchisch gehandhabt. Wer ganz unten steht, muss den Zug nehmen, wer schon etwas mehr zu melden hat, darf mit dem Bus anreisen.

Der von einer Dampflokomotive gezogene Zug bringt die Kumpel bis in die Stadt. Die Fahrt ist für die Arbeiter kostenlos, während die Firma für die Benutzung der Busse nur einen Zuschuss gewährt.

Gelangweilt schaut der Lokführer während der Fahrt aus dem Fenster. Zu sehen gibt es eigentlich nichts, aber wir sehen auf den Straßen auch keine winkenden Arbeiter, die den Zug verpasst habe und nun sehen müssen wie sie nach Schichtende nach Hause kommen.

Dass das Management den Arbeitern keine hohe Bedeutung beimisst, zeigt ein flüchtiger Blick auf den Rangierbahnhof des Minenbereichs. Die wichtigen Güterzüge mit den Rohstoffen werden von modernen Loks gezogen. Für die Arbeiter ist der museumsreife Dampfzug immer noch gut genug. Das Management ist sich seiner starken Position nur zu bewusst.

Wer hier lebt, ist froh überhaupt noch eine Arbeit zu haben und wenn einer mal wirklich den Rebellen mimen sollte, sind sofort hunderte zur Stelle, die seinen Job mit Kusshand übernehmen werden,  denn einen Kahlschlag von 200.000 Arbeitsplätzen übersteht keine Stadt so einfach. Das ist in Baiyun nicht anders als in anderen Städten und Regionen, die zu stark von einem Unternehmen oder Industriezweig abhängig sind.

 
 
 

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